Ab­ga­ben­last wächst

Rheinische Post Moenchengladbach - - STIMME DES WESTENS - VON BIRGIT MARSCHALL

Frü­her als von der Ko­ali­ti­on er­wünscht kommt das schwie­ri­ge The­ma der So­zi­al­ab­ga­ben zu­rück. Die Kran­ken­kas­sen- und Pfle­ge­bei­trä­ge stei­gen, oh­ne dass ein En­de der Auf­wärts­dy­na­mik in den kom­men­den Jah­ren er­kenn­bar wä­re. Nach 2020 gilt dies dann auch für den Ren­tenbei­trags­satz. Auch die­ser wird kon­ti­nu­ier­lich stei­gen, weil die Zahl der Rent­ner zu­nimmt, die der Bei­trags­zah­ler aber sinkt.

Die wie­der wach­sen­de So­zi­al­ab­ga­ben­last wird un­wei­ger­lich neu­en Re­form­druck aus­lö­sen, den kei­ne Bun­des­re­gie­rung aus­sit­zen kann. Denn stei­gen­de Ab­ga­ben be­deu­ten hö­he­re Lohn­ne­ben­kos­ten – und die sind Gift in ei­nem Land, in dem es dar­um geht, Hun­dert­tau­sen­de zu­ge­wan­der­te Neu-Bür­ger, die über­dies eben­falls An­spruch auf Ge­sund­heits­leis­tun­gen ha­ben, in den Ar­beits­markt zu in­te­grie­ren.

Die Ge­sund­heits­re­for­men der letz­ten Jah­re las­sen die Aus­ga­ben der Kas­sen ex­plo­die­ren: Das Pro­blem ist vor al­lem der Po­li­tik selbst ge­schul­det. Neue Re­for­men, bei de­nen es um Leis­tungs­kür­zun­gen ge­hen muss, wer­den jetzt kaum zu ver­hin­dern sein. Auch die Ar­beit­ge­ber wer­den wie­der mehr zah­len müs­sen. BE­RICHT

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