Strom­tras­sen sol­len mög­lichst un­ter die Er­de

Am En­de gab es die bes­ten Weih­nachts- und Neu­jahrs­wün­sche. Doch zu­vor hat­te der Bun­des­rat noch ei­ni­ge Ge­set­ze ab­zu­ar­bei­ten.

Rheinische Post Moenchengladbach - - POLITIK -

BER­LIN (dpa/rky) Mehr Geld für Par­tei­en, bes­se­re Ver­sor­gung von Pfle­ge­be­dürf­ti­gen oder die Ver­le­gung von Strom­ka­beln in der Er­de: Der Bun­des­rat hat in der letz­ten Sit­zung des Jah­res ei­ne Rei­he von Ge­set­zen ge­bil­ligt. Ein Über­blick. Par­tei­en Künf­tig er­hal­ten Par­tei­en für je­de Stim­me 83 statt bis­her 70 Cent. Der Be­trag für die ers­ten vier Mil­lio­nen gül­ti­gen Stim­men steigt so­gar von 85 Cent auf ei­nen Eu­ro. Staat­li­che Zu­schüs­se wer­den auch nicht mehr an die Um­sät­ze ei­ner Par­tei ge­bun­den, son­dern an de­ren Ge­win­ne. Dies dürf­te vor al­lem die AfD tref­fen, die von ei­nem par­tei­ei­ge­nen Gold­han­del pro­fi­tier­te. Pfle­ge Zum 1. Ja­nu­ar kann die zwei­te Stu­fe der Pfle­ge­re­form in Kraft tre­ten. Pa­ti­en­ten mit De­menz sol­len den glei­chen Zu­gang zu Leis­tun­gen be­kom­men wie kör­per­lich Be­hin­der­te. Die bis­he­ri­gen drei Pfle­ge­stu­fen sol­len auf fünf Pfle­ge­gra­de er­wei­tert wer­den. Mit der Re­form steigt der Bei­trag zur Pfle­ge­ver­si­che­rung von 2,35 auf 2,55 Pro­zent. Pa­ti­en­ten­da­ten Mit dem „E-He­alt­hGe­setz“soll die Ein­füh­rung ei­nes elek­tro­ni­schen Net­zes zum Aus­tausch von Pa­ti­en­ten­da­ten im Ge­sund­heits­we­sen end­lich be­schleu­nigt wer­den. Ge­sund­heits­mi­nis­ter Her­mann Grö­he (CDU) droht In­dus­trie und Ak­teu­ren mit Sank­tio­nen, wenn sie Fris­ten nicht ein­hal­ten. Nach dem Ge­setz soll die elek­tro­ni­sche Ge­sund­heits­kar­te Pa­ti­en­ten­da­ten spei­chern. Ener­gie I Beim Bau von Gleich­strom­lei­tun­gen er­hält künf­tig die Erd­ver­ka­be­lung Vor­rang vor den deut­lich preis­wer­te­ren Frei­lei­tun­gen. Die Gleich­strom­ka­bel trans­por­tie­ren Wind­strom aus Nord­deutsch­land nach Süd­deutsch­land. So soll der Aus­bau der Strom­tras­sen im Zu­ge der Ener­gie­wen­de vor­an­ge­trie­ben wer­den. Die Erd­ver­ka­be­lung soll Bür­ger­pro­tes­te ge­gen die Strom­tras­sen ver­hin­dern. Ener­gie II Der Bun­des­rat bil­lig­te ei­ne bes­se­re För­de­rung um­welt­freund­li­cher An­la­gen zur Kraf­tWär­me-Kopp­lung. Bei die­sen Ener- gie­an­la­gen wird Wär­me, die bei der Strom­er­zeu­gung ent­steht, zum Hei­zen ge­nutzt. Die Um­stel­lung von Koh­le auf Gas wird ge­zielt ge­för­dert. Fi­nan­ziert wird dies durch ei­ne Um­la­ge auf den Strom­preis. Rau­chen Die Län­der be­grüß­ten das ge­plan­te Ver­bot von E-Zi­ga­ret­ten und E-Shishas für Kin­der und Ju­gend­li­che. Sie ba­ten die Bun­des­re­gie­rung zu­gleich, ei­ne Aus­wei­tung des Ver­bots auf ni­ko­tin­freie Pro­duk­te wie aro­ma­ti­sier­te Kräu­ter­mi­schun­gen zu prü­fen. Ma­na­ger Ei­ne un­er­war­te­te Nie­der­la­ge hol­te sich NRW mit sei­nem Vor­schlag, dass Auf­sichts­rä­te künf­tig fest­le­gen müs­sen, das Wie­viel­fa­che des Durch­schnitts­ge­halts im Un­ter­neh­men Vor­stän­de und Vor­stands­chefs ma­xi­mal ver­die­nen dür­fen. Al­le rot-grü­nen Län­der und das ro­trot-grüne Thü­rin­gen stimm­ten zu, nur Nie­der­sach­sen nicht. Das Land ist Mit­ei­gen­tü­mer von VW, des­sen Chef 2014 das höchs­te Ge­halt al­ler Dax-Chefs in Deutsch­land er­hielt – mit Zu­stim­mung der rot-grü­nen Lan­des­re­gie­rung und der IG Me­tall.

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