Star­ker Auf­tritt von Grä­fe im ZDF

Rheinische Post Moenchengladbach - - SPORT -

Es gibt nicht so vie­le Mög­lich­kei­ten für Schieds­rich­ter in der Bun­des­li­ga, sich in der Öf­fent­lich­keit zu er­klä­ren. In der Re­gel bleibt dem Pu­bli­kum nur die Mög­lich­keit, die Un­par­tei­ischen nach ih­rem Auf­tre­ten in Par­ti­en der Li­ga zu be­wer­ten. In Er­in­ne­rung blei­ben vor al­lem Fehl­ent­schei­dun­gen, wie die von Manuel Grä­fe am 11. Spiel­tag bei der Par­tie Wolfsburg - Leverkusen. Grä­fe lag bei ei­ner Ab­seits­po­si­ti­on falsch und er­mög­lich­te den Nie­der­sach­sen so ein Tor. „Das hat mich sehr ge­är­gert“, sagt der 42-Jäh­ri­ge nun bei sei­nem Auf­tritt im „Ak­tu­el­len Sport­stu­dio“im ZDF.

Grä­fe spricht un­auf­ge­regt über die Tü­cken sei­ner Auf­ga­be an der Pfei­fe. Über die Schnel­lig­keit ei­nes Spiels, das dem TV-Zu­schau­er durch et­li­che Ka­me­ras auf­be­rei­tet wird, wäh­rend sich der Schieds­rich­ter nur auf sei­ne Ein­schät­zung in Echt­zeit ver­las­sen muss. „Wir kön­nen mit der Hin­run­de nicht zu­frie­den sein. Uns sind zu vie­le Feh­ler un­ter­lau­fen“, be­fin­det er. Gleich­wohl wür­de er sich mehr Schutz durch sei­ne Vor­ge­setz­ten wün­schen – ge­nau das ist aber kei­ne Spe­zi­al­dis­zi­plin von Schieds­rich­ter-Boss Her­bert Fan­del, der ge­le­gent­lich Un­par­tei­ische öf­fent­lich vor­führt.

Der Auf­tritt von Grä­fe hat ge­zeigt, wie wich­tig es ist, dass Schieds­rich­ter öf­fent­lich ei­ne Stim­me be­kom­men. Sie soll­ten viel häu­fi­ger die Mög­lich­keit be­kom­men und auch nut­zen, ih­re Ent­schei­dun­gen selbst zu ver­tre­ten. GI­AN­NI COS­TA

FOTO: IMAGO

Schieds­rich­ter Manuel Grä­fe bei sei­nem Auf­tritt im Sport­stu­dio.

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