Frau­en ver­lie­ren Top­spiel 0:3 und über­win­tern auf Rang drei

Im Grenz­land­sta­di­on be­hält 1899 Hof­fen­heim II die Ober­hand, der star­ke Zweit­li­ga-Auf­stei­ger bleibt dies­mal vor dem Tor un­ge­fähr­lich.

Rheinische Post Moenchengladbach - - SPORT LOKAL - VON THO­MAS GRULKE

FRAUENFUSSBALL Kaum hat­te Mi­ke Schmalenberg die letz­te Mann­schafts­an­spra­che für das Jahr 2015 ge­hal­ten, wur­den er und sei­ne Kol­le­gen aus Bo­rus­sia Trai­ner- und Be­treu­er­team von den Spie­le­rin­nen je­weils mit ei­nem Prä­sent­korb be­schenkt. Ger­ne hät­te die Mann­schaft ih­rem Trai­ner zu­vor mit drei oder zu­min­dest ei­nem Punkt im Top­spiel der Zwei­ten Li­ga ge­gen 1899 Hof­fen­heim II ei­ne noch grö­ße­re Freu­de ge­macht. Doch die Zweit­ver­tre­tung des Frau­en-Bun­des­li­gis­ten be­hielt die Ober­hand, schlug Glad­bach zum Hin- run­den­ab­schluss 3:0 (1:0) und fei­er­te da­mit auch die Herbst­meis­ter­schaft, wäh­rend Bo­rus­sia auf den drit­ten Ta­bel­len­rang zu­rück­fiel.

„Na­tür­lich ist im ers­ten Mo­ment die Ent­täu­schung da, denn das Spiel hät­te nicht un­be­dingt ver­lo­ren­ge­hen müs­sen. Al­ler­dings war Hof­fen­heim si­cher nicht drei To­re, aber eben den ent­schei­den­den Tick bes­ser und hat ver­dient ge­won­nen“, sag­te Schmalenberg. Sein Team fand je­doch sehr gut in die Par­tie, war hell­wach und hat­te durch Kel­ly Si­mons die ers­te Tor­chan­ce, als die Stür­me­rin Hof­fen­heims Tor­frau mit ei­ner Vol­ley-Ab­nah­me prüf­te. Doch dann

Mi­ke Schmalenberg Bo­rus­sia führte der ers­te kon­se­quen­te An­griff der TSG gleich zum 0:1 – just als Bo­rus­sia nach ei­ner ver­let­zungs­be­ding­ten Un­ter­bre­chung den Ball wie­der an den Geg­ner zu­rück­gab und die am Spiel­feld­rand be­han­del­te Bar­ba­ra Mül­ler zu­rück­kehr­te. „Wir ha­ben das Spiel kon­trol­liert, doch in der Sze­ne wa­ren wir un­ge­ord­net“, sag­te Schmalenberg.

Glad­bach ließ sich aber nicht aus dem Kon­zept brin­gen und lie­fer­te sich mit dem Zweit­li­ga-Top­team ei­ne um­kämpf­te Par­tie auf ho­hem Ni­veau. Doch wenn es Rich­tung Hof­fen­hei­mer Straf­raum ging, fehl­te es an Kon­se­quenz und Prä­zi­si­on in den Ak­tio­nen. „Wir sind nor­ma­ler­wei­se im­mer für ein Tor gut, doch viel­leicht hat sich die Mann­schaft zu viel Druck ge­macht, da fehl­te uns die Lo­cker­heit“, sag­te Schma­len- berg. Nad­ja Pfeif­fer ver­such­te es aus spit­zem Win­kel, Bar­ba­ra Mül­ler zwei­mal aus der Dis­tanz. Und als Va­len­ti­na Op­pe­di­s­a­no ein­mal er­folg­reich ein­köp­fen konn­te, stand sie da­bei im Ab­seits.

Hof­fen­heim prä­sen­tier­te sich durch­schlags­kräf­ti­ger und sorg­te mit dem 2:0 und 3:0 (74. und 87. Mi­nu­te) für die Ent­schei­dung. Kurz nach dem Ab­pfiff über­wog beim so star­ken Auf­stei­ger aber be­reits wie­der der Stolz auf das Er­reich­te. „Wir ha­ben nur drei Pflicht­spiel-Nie­der­la­gen im ge­sam­ten Jahr kas­siert, die Mann­schaft hat her­vor­ra­gen­de Leis­tun­gen ge­zeigt. Doch wir wis­sen auch, wo wir her­kom­men. Wir kön­nen jetzt nicht fünf Stu­fen auf ein­mal über­sprin­gen, son­dern müs­sen un­se­ren Weg Schritt für Schritt ge­hen“, sag­te Schmalenberg.

„Hof­fen­heim war si­cher nicht drei To­re, aber eben den ent­sch­ei

den­den Tick bes­ser“

FOTO: DIE­TER WIECHMANN

Luft­ho­heit: Bo­rus­si­as Nad­ja Pfeif­fer (links) und San­dra St­ar­manns ver­su­chen ge­mein­sam, ei­nen geg­ne­ri­schen Frei­stoß zu ent­schär­fen.

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