Kei­ne Not­si­tua­ti­on

Rheinische Post Moenchengladbach - - LESERBRIEFE - Wer­ner Schei­bel 40723 Hil­den

Ih­ren Be­richt über den 17-jäh­ri­gen Mu­ham­mad ha­be ich mit In­ter­es­se ge­le­sen. Was mich sehr ge­är­gert hat, ist die Be­schwer­de bei sei­nem Vor­mund, dass es nach zwei Mo­na­ten in der Not­un­ter­kunft nicht vor­an­geht. Sei­ne Aus­sa­ge „Ich bin nicht zum Spaß hier“ist für mich über­haupt nicht zu ver­ste­hen. Er ist mit Vor­stel­lun­gen, wie wohl vie­le an­de­re Flücht­lin­ge auch, nach Deutsch­land ge­kom­men, die nicht so mal eben zu rea­li­sie­ren sind. Da er be­reits zwei Jah­re beim Bru­der in Istanbul ge­lebt und dort ge­ar­bei­tet hat, kommt er ja nicht mehr aus ei­nem Kriegs­ge­biet und war nicht ge­fähr­det. Er ist al­so nach Deutsch­land ge­kom­men, weil er sich hier bes­se­re Be­din­gun­gen er­hofft, kann so­mit als Wirt­schafts­flücht­ling be­zeich­net wer­den. Wenn er mit 18 Jah­ren den Asyl­an­trag stellt, müss­te die­ser ab­ge­lehnt wer­den.

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