Ka­len­der­blatt 21. De­zem­ber 1913

Rheinische Post Moenchengladbach - - UNTERHALTUNG -

Die Vor­weih­nachts­zeit en­de­te all­mäh­lich, und in der Re­dak­ti­on der Ta­ges­zei­tung „New York World“wur­de man ner­vös. Für die Weih­nachts­aus­ga­be soll­te noch et­was Neu­es aus­pro­biert wer­den, ein Rät­sel oder ein Spiel, mit dem sich die Le­ser über die Fei­er­ta­ge be­schäf­ti­gen könn­ten. Ver­ant­wort­lich für das Res­sort „Spiel und Spaß“war der Re­dak­teur Ar­thur Wyn­ne, der kur­zer­hand ein neu­ar­ti­ges Spiel er­fand: das ers­te Kreuz­wort­rät­sel der Ge­schich­te (Foto). Es war rau­ten­för­mig, er­fragt wur­den 34 Be­grif­fe. Die Rät­sel lau­te­ten zum Bei­spiel: „An­de­res Wort für Re­gie­ren“, „Was Schnäpp­chen­jä­ger er­freut“und „Teil ei­nes Schif­fes“. In den fol­gen­den Jah­ren mach­te Wyn­ne das Kreuz­wort­rät­sel zum fes­ten Be­stand­teil der „New York World“, er ex­pe­ri­men­tier­te mit For­men und Fra­ge­stel­lun­gen und brach­te schließ­lich recht­ecki­ge Rät­sel her­aus, die den heu­ti­gen Kreuz­wort­rät­seln schon recht ähn­lich sa­hen. Deut­sche Le­ser muss­ten noch bis 1925 war­ten, bis sie in der „Ber­li­ner Il­lus­trir­ten“et­was Ähn­li­ches vor­fan­den. Dann konn­te auch hier­zu­lan­de das Kno­beln be­gin­nen. Heu­te er­freu­en Kreuz­wort­rät­sel täg­lich Mil­lio­nen Le­ser von Ta­ges­zei­tun­gen, Ma­ga­zi­nen und Rät­sel­hef­ten. Es gibt ver­schie­de­ne For­men wie das Schwe­den­rät­sel, die ame­ri­ka­ni­sche Form und das Kreuz­wort­rät­sel. Da­zu kom­men Sil­ben- und Zah­len­rät­sel. Je­de Men­ge Ge­le­gen­heit, selbst ein we­nig zu kno­beln – auch an den kom­men­den Fei­er­ta­gen.

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