Rü­cken­wind für „So­li“-Plan der CSU

Für die SPD ge­hö­ren „So­li“und Re­form des Län­der­fi­nanz­aus­gleichs zu­sam­men.

Rheinische Post Moenchengladbach - - VORDERSEITE -

BER­LIN (mar) Die SPD un­ter­stützt den Vor­stoß von CSU-Chef Horst See­ho­fer, den So­li­da­ri­täts­zu­schlag lang­fris­tig zu er­hal­ten, al­ler­dings aus an­de­ren Grün­den. Wäh­rend See­ho­fer den Er­halt des „So­li“mit den ho­hen Kos­ten für Flücht­lin­ge be­grün­det, sieht die SPD im „So­li“ei­ne Vor­aus­set­zung da­für, dass der Bund dem Län­der­vor­schlag für die Re­form des Län­der­fi­nanz­aus­gleichs zu­stimmt. „Herr See­ho­fer hat wohl ver­stan­den, dass der Weg­fall des Län­der­fi­nanz­aus­gleichs zu­las­ten des Bun­des mit der Ab­schaf­fung des So­li­da­ri­täts­zu­schla­ges nicht zu ver­ein­ba­ren ist“, sag­te SPD-Frak­ti­ons­vi­ze Cars­ten Schnei­der. Jetzt ver­su­che der baye­ri­sche Mi­nis­ter­prä­si­dent, die­se Er­kennt­nis hin­ter den Flücht­lings­kos­ten zu ver­ste­cken.

See­ho­fer hat­te über­ra­schend er­klärt, der „So­li“kön­ne we­gen der stei­gen­den Flücht­lings­aus­ga­ben nicht mehr wie von der Uni­on bis­her ge­plant ab 2020 ab­ge­baut wer­den. Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer-

Gerd Lands­berg Städ­te- und Ge­mein­de­bund kel (CDU) ste­he der im Früh­jahr zwi­schen CDU und CSU er­ziel­ten Ab­spra­che, den „So­li“bis 2029 stu­fen­wei­se ab­zu­schmel­zen, wei­ter­hin po­si­tiv ge­gen­über, sag­te da­ge­gen Vi­ze-Re­gie­rungs­spre­che­rin Chris­tia­ne Wirtz. Die Fra­ge ste­he aber jetzt nicht an, zu­dem ge­be es da­zu kei­nen Kon­sens mit der SPD.

Der wird auch kaum zu er­zie­len sein. Auch Nie­der­sach­sens Mi­nis­ter­prä­si­dent Ste­phan Weil (SPD) er­klär­te, See­ho­fers Vor­stoß ge­he in die rich­ti­ge Rich­tung, sei nur falsch be­grün­det. Wie die Län­der drän­gen auch die Kom­mu­nen Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter Wolf­gang Schäu­b­le (CDU), der Re­form des Fi­nanz­aus­gleichs zu­zu­stim­men. „Die Kom­mu­nen un­ter­stüt­zen den Län­der­vor­schlag für die Re­form der Bund-Län­der-Fi­nanz­be­zie­hun­gen voll und ganz“, sag­te Gerd Lands­berg, Haupt­ge­schäfts­füh­rer des Städ­te- und Ge­mein­de­bunds: „Ei­ne Mil­li­ar­de mehr vom Bund ist kei­ne Grö­ßen­ord­nung, an der ei­ne Ei­ni­gung zwi­schen Bund und Län­dern schei­tern soll­te.“

„An ei­ner Mil­li­ar­de mehr vom Bund soll­te die Ei­ni

gung nicht schei­tern“

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