Ein­zel­fall­prü­fung für Sy­rer star­tet in we­ni­gen Ta­gen

Rheinische Post Moenchengladbach - - POLITIK -

BER­LIN (may-) Auf­ge­schreckt von Meldungen über Tau­sen­de von Blan­ko-Päs­sen in der Hand der Ter­ror­mi­liz Is­la­mi­scher Staat, drin­gen Si­cher­heits­ex­per­ten auf ei­ne bald­mög­li­che Rück­kehr zur Ein­zel­fall­prü­fung für sy­ri­sche Flücht­lin­ge. „Wir müs­sen an­ge­sichts der Ge­fahr, dass Ter­ro­ris­ten als Flücht­lin­ge ge­tarnt in un­ser Land ein­rei­sen, grund­sätz­lich bei je­dem zu uns kom­men­den Flücht­ling ei­ne ein­ge­hen­de Prü­fung sei­ner Iden­ti­tät und sei­ner Schutz­be­dürf­tig­keit vor­neh­men“, sag­te Uni­ons-In­nen­po­li­ti­ker Ste­phan Mayer. Ein Mi­nis­te­ri­ums­spre­cher kün­dig­te ei­nen zeit­na­hen Start der gründ­li­che­ren Über­prü­fung an. Das Flücht­lings­bun­des­amt er­klär­te, man ste­he be­reits „in den Start­lö­chern“.

Par­al­lel da­zu soll zum Jah­res­wech­sel auch die Pi­lot­pha­se mit den neu­en An­kunfts­nach­wei­sen be­gin­nen. Da­bei wer­den auch Fin­ger­ab- drü­cke al­ler Flücht­lin­ge ge­nom­men und re­gis­triert. Zu­dem sol­len die Mit­ar­bei­ter bei den An­hö­run­gen der Flücht­lin­ge durch er­gän­zen­de In­for­ma­tio­nen Ge­wiss­heit über die Aus­sa­ge­kraft der Aus­weis­do­ku­men­te ge­win­nen. Das Bun­des­amt ver­si­cher­te, auch bei den jet­zi­gen be­schleu­nig­ten Ver­fah­ren die Pa­pie­re mit ei­ner Da­ten­bank ab­zu­glei­chen, in der Num­mern ent­wen­de­ter Päs­se auf­ge­führt sind.

Of­fen­sicht­lich sind den Ge­heim­diens­ten vie­le je­ner Pass­num­mern be­kannt, die dem IS bei sei­nen Ero­be­run­gen in Sy­ri­en mit­samt Ori­gi­nal-Stem­peln auf ech­ten Blan­ko­Do­ku­men­ten in die Hän­de ge­fal­len sind. Der IS ver­kau­fe sie, kön­ne sie na­tür­lich aber auch da­zu nut­zen, um Ter­ro­ris­ten ge­tarnt nach Deutsch­land ein­zu­schleu­sen. Des­we­gen ar­bei­te­ten die Be­hör­den auch an ei­nem „ge­schlos­se­nen Da­ten­sys­tem für al­le Flücht­lin­ge“.

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