Axo­lotl: Ein Tier mit er­staun­li­chen Fä­hig­kei­ten

Rheinische Post Moenchengladbach - - KRUSCHEL ERKLÄRT’S -

Es klingt wie Zau­be­rei: Wenn ein Axo­lotl ein Bein ver­liert, wächst es kom­plett nach. Das funk­tio­niert auch, wenn der Axo­lotl den Schwanz, die Au­gen oder Tei­le des Ge­hirns ver­liert. Das klingt ver­rückt. „Beim Axo­lotl ist das aber ganz nor­mal“, sagt Ro­bert Se­unt­jens, Tier­pfle­ger in ei­nem Ber­li­ner Zoo, der Axo­lotl be­her­bergt. Axo­lotl sind Mol­che. Sie ge­hö­ren zu den Am­phi­bi­en, wie Frö­sche. Die meis­ten Axo­lotl le­ben nur im Was­ser und krie­chen nicht an Land. „Sie ha­ben ei­ne Lun­ge. Die ist aber nicht voll­stän­dig ent­wi­ckelt“, er­klärt der Tier­pfle­ger. Die Tie­re at­men un­ter an­de­rem mit ih­ren Kie­men. Die­se se­hen aus wie klei­ne Äst­chen, die hin­ten am Kopf her­aus­wach­sen. Sie las­sen den Axo­lotl wie ei­nen Dra­chen aus­se­hen. Manch­mal kom­men die Tie­re aber auch an die Was­ser­ober­flä­che und schnap­pen Luft. Dann be­nut­zen sie die Lun­ge zum At­men. Für Wis­sen­schaft­ler sind Axo­lotl sehr in­ter­es­sant. Die For­scher wol­len her­aus­fin­den, war­um bei den Tie­ren Kör­per­tei­le kom­plett nach­wach­sen kön­nen. Das ist noch nicht ge­nau klar. „Ich hat­te mal ei­nen Axo­lotl, dem hat­te ein Ra­be den hal­ben Kopf ab­ge­bis­sen“, er­zählt die Wis­sen­schaft­le­rin Sa­rah Strauß. „Der Kopf ist kom­plett nach­ge­wach­sen. So­gar das Äug­lein ist nach­ge­kom­men!“Für die Me­di­zin wä­re es span­nend zu wis­sen, wie das funk­tio­niert, sagt Sa­rah Strauß. „Mit un­se­rer For­schung wür­den wir gern da­bei hel­fen, dass auch beim Men­schen Wun­den bes­ser und schnel­ler hei­len.“dpa

FOTO: DPA

Axo­lotl sind wun­der­sa­me We­sen. For­scher in­ter­es­sie­ren sich sehr für sie.

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