Tour de Gei­sel

Rheinische Post Moenchengladbach - - STIMME DES WESTENS - VON MICHA­EL BRÖ­CKER

Man kann von den ra­deln­den (und lei­der im­mer wie­der auch do­pen­den) Hoch­ge­schwin­dig­keits­sport­lern hal­ten, was man will. Die Tour de Fran­ce ist zwei­fel­los das wich­tigs­te Rad­ren­nen der Welt und ei­ne der pu­bli­kums­träch­tigs­ten Sportveranstaltungen. Für die an­geb­li­che Sport­stadt Düsseldorf, die der­zeit von ei­ner chao­tisch-trü­ben Zweit­li­ga­fuß­ball­mann­schaft und ei­nem an­spre­chen­den Eis­ho­ckey­team re­prä­sen­tiert wird, ist das ei­ne gro­ße Chan­ce. Der Lang­lauf-Welt­cup 2011 war das letz­te in­ter­na­tio­na­le Er­eig­nis in der Lan­des­haupt­stadt. Das sagt doch al­les.

Dass die Tour de Fran­ce al­so im Som­mer 2017 am Düs­sel­dor­fer Rhein­ufer star­tet, ist ei­ne ech­te Chan­ce für die Stadt, sich als welt­of­fe­ne, sym­pa­thi­sche und sport­be­geis­ter­te Me­tro­po­le zu prä­sen­tie­ren.

Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Gei­sel, der un­be­dingt das Schein­wer­fer­licht woll­te und bei der hauch­dün­nen Mehr­heit im Rat Stim­men der Rech­ten be­kam, hat al­ler­dings ein Ver­spre­chen ge­ge­ben, das er wird hal­ten müs­sen. Er will den Zu­schuss­be­darf der Stadt, ge­schätzt nach Steu­er­ein­nah­men rund sechs Mil­lio­nen Eu­ro, kom­plett durch Spon­so­ren­gel­der her­ein­ho­len. Dar­auf wer­den die Kri­ti­ker, die Gei­sel laut­stark als klein­mü­tig ab­kan­zel­te, po­chen. Zu Recht. BE­RICHT

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