Die Bot­schaft vom Neu­be­ginn des Le­bens

Das Auf­blü­hen der Bar­ba­ra­zwei­ge ist ein bun­ter Farb­tup­fer in ei­ner an­sons­ten von Käl­te und Dun­kel­heit ge­präg­ten Zeit. Der Früh­ling im Win­ter ist mehr – das Le­ben bricht in al­ler Pracht durch.

Rheinische Post Moenchengladbach - - LOKALES - VON ULRICH CLAN­CETT ULRICH CLAN­CETT IST RE­GIO­NAL­DE­KAN UND PFAR­RER VON ST. JA­KO­BUS JÜ­CHEN

Do. 22, Sa. 9.30, So. 8.30 in der Schloss­ka­pel­le Dyck, 9.30.

kein GD. Fr. 9.30. Do. 18.30, Fr. 9.30 in der Hei­lig-Geist-Ka­pel­le in Al­den­ho­ven, Sa. 9.30.

Do. 18, 24, Fr. 7.30, 8.30 in der Schloss­ka­pel­le, 10, 18, Sa. 7.30, 8.30, 10, 18, So. 7.30, 8.30 in der Schloss­ka­pel­le Dyck, 10, 18. Do. 17, Fr. 10.45, So. 10.45. Do. 22, Fr. 10, So. 10.45. Do. 18.30, Sa. 10.

Do. 17, Fr. 9.30,

Sa. 9.30, So. 9.30. Weih­nach­ten wird zwei­stel­lig. Toll – so gut wa­ren die Um­sät­ze in die­sem Jahr? Lei­der nicht. Dar­über wür­de die gan­ze Wirt­schaft ju­beln. Aber die­se zwei­stel­li­gen Zah­len fin­det ir­gend­wie kei­ner so rich­tig gut. Es ist viel zu warm. Das Netz macht sich lus­tig über den Früh­ling im Win­ter: Wie lan­ge darf man an Hei­lig­abend Ra­sen mä­hen? Weih­nachts­män­ner in Ba­de­ho­se oder Krip­pen aus Grill­würst­chen ma­chen die Run­de. Und die Fra­ge: Hast du schon die Eis­wür­fel für den Glüh­wein ge­macht? Ge­öff­ne­te und voll­be­setz­te Stra­ßen­ca­fés am Ran­de der Weih­nachts­märk­te bie­ten zu­min­dest ein ge­nau­so ge­wöh­nungs­be­dürf­ti­ges Bild wie blü­hen­de Bäu­me, die hier und da ge­sich­tet wer­den.

Und zu ei­nem neu­en Trend scheint das „Christ­mas-Barbe­cue“auch in un­se­ren Brei­ten zu wer­den. Grill­fans trei­ben den Metz­gern die Schweiß­per­len auf die Stirn: Die Nach­fra­ge nach dem som­mer­li­chen Grill­fleisch-Sor­ti­ment droht Gans, Sau­er­bra­ten, Knack­würst­chen und Co. zu ei­ner ernst­haf­ten, nicht kal­ku­lier­ten Kon­kur­renz zu wer­den. An­ders­wo auf der Welt wie in Aus­tra­li­en zählt das Weih­nachts­gril­len am son­ni­gen Strand selbst­ver­ständ­lich da­zu – aber hier, wo al­le von wei­ßen Weih­nach­ten träu­men?

Früh­ling im Win­ter – das ist doch ei­gent­lich et­was, über das man sich freu­en könn­te. Nicht mehr kalt und un­er­träg­lich, son­dern freund­lich, warm und son­nig – das soll­te doch ei­gent­lich un­se­re Sehn­sucht be­flü­geln. Es gibt bis heu­te vie­ler­orts den Brauch der „Bar­ba­ra­zwei­ge“, Zwei­ge, zu­meist von Obst­bäu­men, die zur Be­ginn der Ad­vents­zeit am Bar­ba­ra­tag (4. De­zem­ber) vom Baum ge­schnit­ten und in ei­nem war­men Zim­mer in die Va­se ge­stellt wer­den. Gut drei Wo­chen spä­ter blü­hen sie meist in vol­ler Pracht. Ein bun­ter Farb­tup­fer in ei­ner an­sons­ten von Käl­te und Dun­kel­heit ge­präg­ten, eher un­an­ge­neh­men Zeit.

Chris­tin­nen und Chris­ten ha­ben die­ses Phä­no­men als Zei­chen des auf­blü­hen­den Le­bens auf das Kind in der Krip­pe hin ge­deu­tet: Die­ses Je­sus­kind durch­bricht Käl­te und Dun­kel­heit des Le­bens und der Welt. Es mar­kiert ei­nen Neu­be­ginn des Le­bens un­ter den Men­schen, es macht das Le­ben da wie­der hell, wo es an Dun­kel­heit zu er­sti­cken droh­te. Un­ab­hän­gig von al­ler Dis­kus­si­on um die dro­hen­de Kli­ma­ka­ta­stro­phe, die durch den ge­gen­wär­ti­gen Früh­ling im Win­ter mar­kiert wer­de, fra­ge ich mich: Wel­che Bot­schaft könn­te ge­ra­de für uns hier hin­ter die­sem Phä­no­men ste­cken? Könn­te der Früh­ling im Win­ter nicht auch ein groß­ar­ti­ges Zei­chen sein?

Es scheint, als tau­mel­ten wir ge­ra­de von ei­ner Kri­se in die nächs­te Ka­ta­stro­phe, um uns da­nach gleich in der nächs­ten Kri­se wie­der­zu­fin­den. Das ver­mit­telt ein Ge­fühl der Angst vor dem, was da noch al­les kom­men mag, ein Ge­fühl der Aus­weg­lo­sig­keit aus ei­nem schier un­end­lich lan­gen, dunk­len Tun­nel. Und in die­ser Si­tua­ti­on ei­nen Früh­ling im Win­ter zu er­le­ben – ist das nicht ein star­kes Zei­chen zum Fest, ein wirk­lich tol­les Weih­nachts­ge­schenk? Was frü­he­re Ge­ne­ra­tio­nen im Auf­blü­hen der Bar­ba­ra­zwei­ge er­sehn­ten, er­le­ben wir jetzt im ganz gro­ßen Stil: Das Le­ben bricht in all sei­ner Pracht durch und setzt ein über­deut­li­ches Zei­chen ge­gen den all­ge­gen­wär­ti­gen Tod, der uns be­droht.

Viel­leicht ei­ne et­was un­ge­wöhn­lich Sicht­wei­se auf die Ka­prio­len, die das Wetter der­zeit schlägt. Aber ei­ne, die mir ge­fal­len hat – des­halb ha­be ich da­von er­zählt. Neh­men Sie sich an den Weih­nachts­ta­gen Zeit zum Durch­at­men und ge­nie­ßen sie das zwei­stel­li­ge Fest. Fei­ern sie die­se Ta­ge mit dem Kind in der Krip­pe und der son­ni­gen Mil­de als ein wirk­li­ches Fest des neu­en Le­bens ge­gen al­le Dun­kel­heit und Käl­te, die uns sonst so um­gibt.

In die­sem Sin­ne wün­sche ich Ih­nen ein ge­seg­ne­tes Weih­nachts­fest in hof­fent­lich früh­lings­haf­ter Stim­mung! Brisch­ke, Fr. 9.30 (Brisch­ke).

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Fr. 19.

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. Fr. 10.30 (Kal­len).

Do.

Do. 14.45 Kr­ab­belgd, 16 (Raff), 18, 22.45 (Bud­den­berg), Sa. 10 (Baa­ken). Do. 15, 17 (Jung), Fr. 10.30 (Hen­se­ling), So. 10.30 (Raff).

Do. 14 (Er­ke/Gom­melPack­bier), 15, 16.30, 18 (Gom­mel-Pack­bier), 23 (Hör­chens), Fr. 10.30 (Ter­voo­ren), So. 10.30 (Jahn). Do. 14.30, 16 (Gohl­ke/Strunk), Sa. 10 (Gohl­ke).

Do. 15, 16.30, 18, 23, Sa. 9.45 (Gro­te­paß), So. 11 zen­tral. GD in Glehn (Lohr­berg).

Do. 14.10, 15.30, 16.30, 18 (Weh­mei­er), Fr. 10.30 Zen­tral GD (Ae­pfel­bach), So. 11 Zen­tral GD in Glehn (Lohr­berg).

Do. 15.30 (Hambsch), 17.30 (G. Beu­scher), Sa. 10 (B. Beu­scher + Ram­rath), So. 10 (Groß­arth).

Do. 16.30, Sa. 9. 15, 18, Fr. 10.15, So. 10.15.

Do. 15 (Busch), 16 (Hau­brichSchmitz), 18 (Schmitz), Fr. 10 (Hau­brichSchmitz), So. 10 (Por­kolab).

Do.

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