Pla­ti­ni zeigt sich kämp­fe­risch: „Jetzt be­ginnt das Spiel rich­tig“

Rheinische Post Moenchengladbach - - SPORT -

ZÜ­RICH (dth) Nach Fi­fa-Prä­si­dent Jo­seph Blat­ter hat auch Ue­fa-Chef Mi­chel Pla­ti­ni er­klärt, wie er ge­gen sei­ne acht­jäh­ri­ge Sper­re vor­ge­hen will. Pla­ti­ni be­schwert sich dar­über, dass sein Image be­schä­digt sei und sagt kämp­fe­risch: „Jetzt be­ginnt das Spiel rich­tig.“Blat­ter und Pla­ti­ni wa­ren von der Fi­fa-Ethik­kom­mis­si­on für je­de Tä­tig­keit im Fuß­ball welt­weit für acht Jah­re ge­sperrt wor­den.

In nächs­ter In­stanz will Pla­ti­ni das Ur­teil vor dem In­ter­na­tio­na­len Sport­ge­richts­hof Cas an­fech­ten. Pla­ti­ni hofft auf ei­ne schnel­le Ent­schei­dung, um bei mög­li­chem Frei­spruch doch noch für die Wahl zum Fi­fa-Prä­si­den­ten (26. Fe­bru­ar 2016) in Fra­ge zu kom­men. Die Ge­sperr­ten müs­sen aber zu­nächst vor dem Be­ru­fungs­ko­mi­tee der Fi­fa Ein­spruch ein­le­gen und ei­ne Ent­schei­dung ab­war­ten, be­vor sie über­haupt vor den Cas zie­hen kön­nen – ein zeit­in­ten­si­ver Pro­zess. An ei­ne Wen­de glaubt au­ßer den Ge­sperr­ten wohl nie­mand. Die ita­lie­ni­sche Ta­ges­zei­tung „La Stam­pa“sagt vor­aus, dass das wei­te­re Vor­ge­hen für Pla­ti­ni „wie im schlimms­ten Alp­traum“wer­den könn­te. Der bri­ti­sche „Guar­di­an“meint, dass die Hoff­nung des Fran­zo­sen, Blat­ter er­set­zen zu kön­nen, ge­stor­ben sei. Pla­ti­ni stört je­doch nicht nur die Sper­re. „Ich wur­de mit Blat­ter in ei­nen Sack ge­steckt“, sagt der Fran­zo­se und ver­sucht, sich von dem Schwei­zer zu dis­tan­zie­ren. Grund für die Sper­re der Funk­tio­nä­re ist ei­ne du­bio­se Zah­lung von 1,8 Mil­lio­nen Eu­ro von Blat­ter an Pla­ti­ni im Jahr 2011, die bei­de in Kor­rup­ti­ons­ver­dacht rückt.

Zum Image­wan­del von Pla­ti­ni, der als de­si­gnier­ter Blat­ter-Nach­fol­ger galt, schreibt die „Dai­ly Mail“: „Kaum zu glau­ben, dass wir so ei­nen für den sau­be­ren Kan­di­da­ten ge­hal­ten ha­ben, den neu­en Be­sen, die bes­se­re Zu­kunft.“

„Ich wur­de mit Blat­ter in ei­nen Sack ge­steckt“

Mi­chel Pla­ti­ni Ue­fa-Prä­si­dent

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