RAN­DE

Gnä­di­ges Ur­teil

Rheinische Post Moenchengladbach - - SPORT LOKAL - KARS­TEN KELLERMANN

Das Sport­ge­richt des DFB hat sein Ur­teil ge­fällt – und es ist gnä­dig aus­ge­fal­len. Gra­nit Xha­ka wur­de für drei Spie­le ge­sperrt. Da­mit ist der Heiß­sporn gut weg­ge­kom­men nach sei­ner Ak­ti­on ge­gen Darm­stadts Pe­ter Nie­mey­er. Vier oder fünf Spie­le wur­den von Ex­per­ten spe­ku­liert und von den Bo­rus­sen be­fürch­tet. Schlimms­ten­falls hät­te Xha­ka so­gar das Der­by am 22. Spiel­tag ver­passt.

Doch das DFB-Ge­richt ließ Mil­de wal­ten, auch wenn Xha­ka „mit fünf Platz­ver­wei­sen in we­ni­ger als 100 Bun­des­li­ga-Spie­len ei­ne Son­der­po­si­ti­on in der ge­sam­ten Bun­des­li­ga ein­nimmt“. Dies blieb in­des un­be­rück­sich­tigt bei der Fest­le­gung des Straf­ma­ßes. Das Ge­richt wer­te­te Xha­kas Ak­ti­on als „Tät­lich­keit ge­gen den Geg­ner“, und zwar nicht als leich­ten Fall. Die drei Spie­le Sper­re sind die Min­dest­stra­fe – ge­gen Dort­mund, in Mainz und ge­gen Bre­men – in ei­nem sol­chen Fall. Vor­teil­haft für Xha­ka war, dass er bis­lang im­mer nur Am­pel­kar­ten ge­se­hen hat­te und es so­mit kei­ne DFB-Ver­fah­ren gab.

Zu­letzt gab es ei­nen wohl­ge­mein­ten Hin­weis für Xha­ka, der auch we­gen sei­nes „Nacht­at­ver­hal­tens“ge­rüf­felt wur­de: „Das Ge­samt­ver­hal­ten des Spie­lers be­darf ei­ner Kor­rek­tur, wenn er die Per­spek­ti­ven sei­nes fuß­bal­le­ri­schen Ta­l­ents voll aus­schöp­fen will.“Das klingt nach ei­ner Vor­la­ge für ei­nen gu­ten Vor­satz für 2016.

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