Hör doch mal zu!

Zu­hö­ren ist kei­ne pas­si­ve Auf­ga­be, son­dern ein ak­ti­ver Akt, der Wach­heit, Wohl­wol­len und ein biss­chen Lust an der Her­aus­for­de­rung ver­langt. An Weih­nach­ten kann man das üben.

Rheinische Post Moenchengladbach - - POLITIK -

Man könn­te Zu­hö­ren ja für die ein­fachs­te Auf­ga­be hal­ten, für ein pas­si­ves Ver­gnü­gen, bei dem ei­ner Emp­fän­ger ist, hört, was der an­de­re zu sa­gen hat, und sich sei­nen Teil denkt. Die Mü­he hat der Spre­cher.

Doch wirk­li­ches Zu­hö­ren geht an­ders. Wer die­se Kunst wahr­haf­tig ver­steht, sackt nicht in sich zu­rück, son­dern wen­det sich zu, denkt und emp­fin­det beim Hö­ren. Das ist ein ak­ti­ver Pro­zess, der wah­re Zu­hö­rer han­delt. Er lässt sich nicht be­die­nen, son­dern fügt je­den Bro­cken In­for­ma­ti­on in ei­ne Vor­stel­lung, baut Sinn und denkt zu­gleich über den Spre­cher nach – über des­sen Emp­fin­den und sei­ne Er­war­tun­gen an das Ge­spräch.

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