Va­ter vor der Tür

Rheinische Post Moenchengladbach - - PANORAMA -

Der Hei­lig­abend 1945 ist mir in ganz be­son­de­rer Er­in­ne­rung ge­blie­ben. Da­mals war ich 16 Jah­re alt, und lan­ge hat­te ich mei­nen Va­ter ent­beh­ren müs­sen, denn er war seit Au­gust 1939 fern der Fa­mi­lie – erst als Sol­dat auf ver­schie­de­nen Kriegs­schau­plät­zen und dann als Kriegs­ge­fan­ge­ner in ei­nem fran­zö­si­schen La­ger. Am 24. De­zem­ber 1945 schell­te es mor­gens ge­gen 8 Uhr bei uns. Ich öff­ne­te die Tür, und wer stand da? Mein Va­ter! Da war die Freu­de bei mei­ner Mut­ter, mei­ner Schwes­ter und mir na­tür­lich rie­sen­groß. Er, des­sen Heim­kehr wir zu­tiefst er­sehnt hat­ten, war un­ver­hofft wie­der bei uns, und wir konn­ten freu­dig zu­sam­men Weih­nach­ten fei­ern. Hans­gert Ha­gens, Mön­chen­glad­bach

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