Zar­tes Mär­chen über ein Mäd­chen aus dem Meer

Rheinische Post Moenchengladbach - - KINO -

Ben lebt mit sei­ner klei­nen Schwes­ter Sao­i­res und dem Va­ter Co­nor in ei­nem al­ten Leucht­turm auf ei­ner In­sel. Die Mut­ter des Zehn­jäh­ri­gen ist kurz nach der Ge­burt ih­rer Toch­ter in den Tie­fen des Mee­res ver­schwun­den. Sie ist ei­ne Sel­kie – ein ma­gi­sches We­sen, das sich im Meer mit Hil­fe ei­nes Fel­les in ei­ne Rob­be ver­wan­delt. Sie hin­ter­lässt ei­ne Mu­schel, mit der ih­re Toch­ter ei­ne ma­gi­sche Me­lo­die spie­len kann. Das sechs­jäh­ri­ge Mäd­chen ist auch ei­ne Sel­kie, al­so ein Rob­ben­mäd­chen.

Jah­re nach dem Ver­schwin­den sei­ner ge­lieb­ten Frau trau­ert der Va­ter im­mer noch. Auch Ben lei­det un­ter den Um­stän­den und ist ge­nervt von sei­ner Schwes­ter, die nicht spricht. Die Groß­mut­ter holt die Kin­der ge­gen de­ren Wil­len weg von der In­sel. Vor al­lem Sao­i­res zieht es aber schnell wie­der ans Meer. Die Zau­ber­mu­schel zeigt Ben und sei­ner Schwes­ter den Weg zu­rück nach Hau­se. Da­bei be­geg­nen sie Eu­lenHe­xen und Fe­en­we­sen. Das Aben­teu­er lässt die Ge­schwis­ter nä­her zu­sam­men­rü­cken. Zum Schluss muss sich Sao­i­res aber ent­schei­den: Will sie an Land mit ih­rer Fa­mi­lie le­ben oder doch lie­ber im Meer?

Der Ani­ma­ti­ons­film „Die Me­lo­die des Mee­res“er­zählt von uni­ver­sel­len The­men wie Fa­mi­lie, Freund­schaft und Ver­lust – auf ei­ne tie­fe, be­rüh­ren­de und zu­gleich ent­schleu­ni­gen­de Art. Mit kunst­vol­len Bil­dern und au­ßer­ge­wöhn­li­chen Me­lo­di­en wirkt der Film wie ein Bil­der­buch auf der Lein­wand.

Aleksan­dra Bakmaz „Die Me­lo­die des Mee­res“, BE/DK/FR/ IE/LU 2015, 93 Mi­nu­ten, Animation von Tomm Moo­re

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