Kon­zert für Flücht­lin­ge von der Glad­ba­cher Band Oha­na

Rheinische Post Moenchengladbach - - LOKALE KULTUR -

(km) Wie re­agiert man auf den Zustrom von vie­len Men­schen, die vor Krieg, Ter­ror und Ar­mut flüch­ten? Ge­nau die­se Fra­ge ha­ben sich – wie ak­tu­ell so vie­le an­de­re auch – die sechs Mit­glie­der der Mön­chen­glad­ba­cher Band Oha­na ge­stellt. „Wir ha­ben in un­se­rer Band vie­le ver­schie­de­ne kul­tu­rel­le Hin­ter­grün­de und woll­ten des­halb ein­fach mit un­se­ren Mög­lich­kei­ten hel­fen“, er­zählt Frie­de­ri­ke Kn­eip, Sän­ge­rin bei Oha­na. Als Mu­si­ker ka­men sie schnell auf die Idee der Or­ga­ni­sa­ti­on ei­nes Be­ne­fiz­kon­zer­tes, dass nun am 5. Ja­nu­ar im Zir­kus Mes­s­a­je­ro, So­phi­en­stra­ße 17, ab 18 Uhr zu­guns­ten des AZEH (Al­ter­na­ti­ve zur Er­zie­hung im Heim), kon­kret der in­ter­kul­tu­rel­len Wohn­grup­pe, statt­fin­det.

Die 2006 ge­grün­de­te Band Oha­na wird mit ih­rem Mix aus pop­pi­gen und sou­li­gen Co­ver­songs den An­fang ma­chen. Der Sound wird da­bei durch die Kom­bi­na­ti­on von klas­si­schen und mo­der­nen Mu­sik­in­stru­men­ten ge­prägt. An­schlie­ßend hält Ste­phan Töt­sches, der in der Mön- chen­glad­ba­cher Flücht­lings­hil­fe ak­tiv ist, ei­nen Vor­trag über die Si­tua­ti­on in Glad­bach und wie man sel­ber ak­tiv wer­den kann. „Wie wir stel­len sich be­stimmt auch vie­le Mön­chen­glad­ba­cher die Fra­ge, was man tun kann. An der Stel­le kann er wei­ter­hel­fen“, be­tont Frie­de­ri­ke Kn­eip. Ab­schlie­ßend gibt es mit Jo­seph My­ers noch ein be­son­de­res High­light. Der Os­na­brü­cker fällt vor al­lem durch sei­ne krat­zi­ge, tie­fe Stim­me und sei­ne ge­fühl­vol­len Tex­te, die er in eng­li­scher Spra­che vor­trägt, auf. Der Ein­tritt ist frei, ein Er­lös wird über Spen­den vor Ort fi­nan­ziert und kommt der in­ter­kul­tu­rel­len Wohn­grup­pe des AZEH zu­gu­te. Sie stellt ei­nen Schutz­raum für un­be­glei­te­te min­der­jäh­ri­ge Flücht­lin­ge dar. Den Ju­gend­li­chen soll in der Wohn­grup­pe ge­hol­fen wer­den, die trau­ma­ti­schen Er­leb­nis­se zu ver­ar­bei­ten und gleich­zei­tig die Teil­ha­be an ei­ner neu­en Ge­sell­schaft zu er­ler­nen. Das En­de des Kon­zerts ist auf­grund des Ju­gend­schut­zes für 22 Uhr vor­ge­se­hen.

„Wir woll­ten ein­fach

mit un­se­ren Mög­lich­kei­ten hel­fen“

Frie­de­ri­ke Kn­eip Sän­ge­rin der Band Oha­na

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.