Nichts zu fürch­ten

Rheinische Post Moenchengladbach - - LESERBRIEFE - Bernd Hö­fel­mann 47608 Gel­dern

Zu „Nach­fra­ge nach Waf­fen­schei­nen steigt“(RP vom 15. De­zem­ber): Die Ge­set­zes­la­ge ist mal wie­der ty­pisch deutsch. Der Tä­ter wird ge­schützt. Wenn ich in mei­nem Haus ei­nen Ein­bre­cher an­tref­fe, fra­ge ich nach sei­nem An­lie­gen und bit­te ihn dann, auf die Po­li­zei zu war­ten. Tut er das nicht, darf ich ihn nicht ge­walt­sam dar­an hin­dern – so ha­be ich den Ar­ti­kel ge­le­sen. Da­mit ist auch die ho­he Zahl der Ein­brü­che er­klärt – die Tä­ter ha­ben nichts zu be­fürch­ten, aber wohl die Op­fer, so­fern sie den Tä­ter hand­greif­lich ver­su­chen zu hin­dern. Bald wird es dann ver­bo­ten, die Tür ab­zu­schlie­ßen, weil das die Ar­beit der Ein­bre­cher un­nö­tig er­schwert. Hat ein Ein­bre­cher mit Ge­gen­ge­walt zu rech­nen, wür­de das auf je­den Fall ab­schre­ckend wir­ken, und die Rol­len­ver­tei­lung blie­be ein­deu­tig. Ein wei­te­rer Be­weis für schwach­sin­ni­ge und rea­li­täts­fer­ne Po­li­tik.

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