Der schein­bar glä­ser­ne Fisch

Rheinische Post Moenchengladbach - - KINDERSEITE -

Seit der Ent­de­ckung des fünf Zen­ti­me­ter klei­nen Glas­wel­ses aus Süd­ost­asi­en be­rei­te­te sein bei­na­he durch­sich­ti­ger Kör­per vie­len Wis­sen­schaft­lern Kopf­zer­bre­chen. Or­ga­ne und Ske­lett sind in die­sem schein­bar glä­ser­nen Fisch her­vor­ra­gend zu er­ken­nen. Das ist für al­le Be­ob­ach­ter sehr in­ter­es­sant. Wel­chem Zweck es die­nen soll, blieb lan­ge Zeit ein Rät­sel. Mitt­ler­wei­le geht man da­von aus, dass der klei­ne Wels für sei­ne Fein­de kaum zu er­ken­nen ist. Und tat­säch­lich: Selbst wenn sich ein gan­zer Schwarm dicht ge­nug an Was- ser­pflan­zen oder Al­gen­ge­wäch­sen auf­hält, schim­mern die­se durch die durch­sich­ti­gen Kör­per hin­durch und las­sen die Wel­se für ih­re Fein­de schein­bar ver­schwin­den. Glas­wel­se selbst sind eben­falls Raub­fi­sche. Auf­grund ih­rer ge­rin­gen Grö­ße er­näh­ren sie sich von Kleinst­le­be­we­sen wie In­sek­ten­lar­ven, Krebs­tier­chen und Jung­fi­schen. Wie al­le Wel­se be­sit­zen auch sie Bar­teln: lan­ge Fä­den am Maul, mit de­nen sie tas­ten und schme­cken kön­nen und mit de­ren Hil­fe sie ih­re Beu­te fin­den kön­nen, oh­ne sie se­hen zu müs­sen.

FOTO: PRIVAT

Für sei­ne Fein­de ist der Glas­wels kaum sicht­bar.

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