Schwe­den wei­tet Grenz­kon­trol­len aus

Rheinische Post Moenchengladbach - - STIMME DES WESTENS -

Ok­to­ber Noch im Som­mer hat­te die schwe­di­sche Re­gie­rung pro­gnos­ti­ziert, dass bis zum Jah­res­en­de 74.000 Flücht­lin­ge im Land Schutz su­chen wer­den. Im Ok­to­ber wird die Zahl kor­ri­giert: Nun wer­den 190.000 Men­schen er­war­tet. Kein an­de­res Land in Eu­ro­pa hat so vie­le Flücht­lin­ge in Re­la­ti­on zur Ein­woh­ner­zahl auf­ge­nom­men. In Schwe­den le­ben 9,5 Mil­lio­nen Men­schen. No­vem­ber Schwe­den führt vor­über­ge­hen­de Grenz­kon­trol­len ein – der eu­ro­päi­schen Rei­se­frei­heit zum Trotz. Die Re­kord­zahl ein­tref­fen­der Flücht­lin­ge stel­le ei­ne Ge­fahr für die öf­fent­li­che Ord­nung dar, teilt die Re­gie­rung mit. Zu­dem wer­den die Asyl­ge­set­ze ver­schärft: We­ni­ger Flücht­lin­ge sol­len ein Blei­be­recht be­kom­men, mehr Auf­ent­halts­ge­neh­mi­gun­gen be­fris­tet und der Fa­mi­li­en­nach­zug er­schwert wer­den. „Es schmerzt mich, dass Schwe­den nicht in der La­ge ist, auf die­sem Ni­veau wei­te­re Asyl­su­chen­de auf­zu­neh­men“, sagt Re­gie­rungs­chef Ste­fan Löf­ven. 80.000 Flücht­lin­ge sol­len seit Sep­tem­ber ins Land ge­kom­men sein. De­zem­ber Das schwe­di­sche Par­la­ment be­schließt, dass Ver­kehrs­be­trie­be ge­zwun­gen wer­den kön­nen, die Iden­ti­tät ih­rer Rei­sen­den zu über­prü­fen. Ab dem 4. Ja­nu­ar 2016 sol­len al­le Pas­sa­gie­re in Zü­gen, Bus­sen und auf Fäh­ren aus Dä­ne­mark und Deutsch­land kon­trol­liert wer­den. Un­ter­neh­men müs­sen mit Stra­fen rech­nen, wenn sie Pas­sa­gie­re oh­ne Iden­ti­täts­nach­weis ins Land brin­gen. Die staat­li­che Bahn­ge­sell­schaft SJ kün­digt dar­auf­hin an, den Per­so­nen­ver­kehr aus Dä­ne­mark ein­zu­stel­len.

FOTO: DPA

Iden­ti­täts­kon­trol­len sol­len ab Ja­nu­ar in Bus­sen, Bah­nen und auf Fäh­ren Pflicht wer­den.

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