Rechts­staat mit mehr Po­li­zei nach­schär­fen

Rheinische Post Moenchengladbach - - STIMME DES WESTENS - VON GREGOR MAYNTZ

Wenn es nach dem alt­tes­ta­men­ta­ri­schen Au­ge um Au­ge gin­ge, müss­te je­der Brand­an­schlag auf ein Flücht­lings­heim mit dem Nie­der­bren­nen der Tä­ter­woh­nung ge­ahn­det wer­den. Doch na­tür­lich greift der Rechts­staat nicht zu den Mit­teln de­rer, die ihn be­sei­ti­gen wol­len. An­ge­sichts ei­ner Ver­vier­fa­chung der An­grif­fe muss al­ler­dings noch deut­li­cher wer­den, dass die­je­ni­gen, die Deutsch­land mit ih­rer Ge­walt­tat vor ei­ner Über­frem­dung zu ret­ten und ei­ne ver­meint­li­che Ord­nung her­zu­stel­len glau­ben, ei­ner schran­ken­lo­sen Ge­walt­herr­schaft die Tür öff­nen, der sie si­cher selbst zum Op­fer fal­len wür­den.

Die­se Ge­walt muss in ers­ter Li­nie durch ver­stärk­ten Fahn­dungs­druck und zü­gi­ge Ge­richts­ver­fah­ren ge­stoppt wer­den. Da die Kla­gen über ei­ne Über­for­de­rung von Po­li­zei und Jus­tiz nach­voll­zieh­bar sind, ge­hört da­zu eben auch, mehr Per­so­nal ein­zu­stel­len.

Wenn der Staat sein Flücht­lings­sys­tem mit den Mit­teln ei­ner mo­der­nen Ver­wal­tung auf die neu­en Her­aus­for­de­run­gen hoch­ge­fah­ren hat und gleich­zei­tig sein Ver­spre­chen um­setzt, den Zustrom zu ver­rin­gern, dann wer­den die schril­len Tö­ne lei­ser wer­den und die groß­ar­ti­gen Ta­ten von Mil­lio­nen Frei­wil­li­gen für die In­te­gra­ti­on in den Vor­der­grund rü­cken. BE­RICHT

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