Stu­die: End­kun­den pro­fi­tie­ren nicht von bil­li­ge­rem Gas

Rheinische Post Moenchengladbach - - WIRTSCHAFT -

BER­LIN (RP) Die Ener­gie­ver­sor­ger in Deutsch­land ha­ben auch in die­sem Jahr fal­len­de Gas­prei­se nicht an die Ver­brau­cher wei­ter­ge­ge­ben. Zu die­sem Er­geb­nis kommt ei­ne Stu­die des Ener­gie­in­for­ma­ti­ons­diens­tes Ener­gy­com­ment im Auf­trag der Bun­des­tags­frak­ti­on von Bünd­nis 90/Die Grü­nen. Dass die Haus­halts­ta­ri­fe nicht an die sin­ken­den Be­schaf­fungs­kos­ten an­ge­passt wor­den sei­en, ha­be der Gas­wirt­schaft zu­sätz­li­che Ein­nah­men von zu­sam­men­ge­rech­net 1,3 Mil­li­ar­den Eu­ro be­schert, heißt es in der Stu­die, die un­se­rer Re­dak­ti­on vor­liegt.

Die feh­len­de An­pas­sung der Haus­halts­ta­ri­fe wür­de der Gas­wirt­schaft in 2015 Ex­tra­ein­nah­men von 1,3 Mil­li­ar­den Eu­ro be­sche­ren, heißt es. Pri­va­te End­kun­den wür­den we­gen des Um­satz­steu­er­ef­fek­tes zu­sätz­lich mit 1,54 Mil­li­ar­den Eu­ro be­las­tet. Ei­nen Mus­ter­haus­halt mit ei­nem Jah­res­ver­brauch von 20.000 Ki­lo­watt­stun­den ha­be dies im zu En­de ge­hen­den Jahr durch­schnitt­lich 132 Eu­ro ge­kos­tet. Nord­rhein-West­fa­len liegt in die­ser Sta­tis­tik deut­lich über dem Bun­des­durch­schnitt. Mit 157 Eu­ro Mehr­be­las­tung pro Kun­de liegt NRW auf dem zwei­ten Platz hin­ter Ba­denWürt­tem­berg (172 Eu­ro). Der Trost: Laut Stu­die sind An­fang 2016 „et­was stär­ke­re und brei­te­re Ta­rif­sen­kun­gen zu er­war­ten“. Et­wa 22 Pro­zent der An­bie­ter woll­ten ih­re Ta­ri­fe um durch­schnitt­lich 4,6 Pro­zent sen­ken, heißt es.

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