Der Sy­rer Musta­fa Al­zir lebt seit ei­nem Jahr in Deutsch­land – oh­ne sei­ne Fa­mi­lie. Er hofft, sei­ne Schwes­ter 2016 zu sich ho­len zu kön­nen.

Rheinische Post Moenchengladbach - - PANORAMA -

ist es aber so, dass Flücht­lin­ge erst nach ei­ner Wei­le ei­nen Job fin­den und Geld ver­die­nen. Zu­dem ist ne­ben dem Le­bens­un­ter­halt ja auch die Kran­ken­ver­si­che­rung zu zah­len, die für ei­nen äl­te­ren Men­schen, der auch noch krank ist, sehr teu­er ist.“Hin­zu kommt, dass beim nach­zu­ho­len­den Fa­mi­li­en­mit­glied ei­ne „au­ßer­ge­wöhn­li­che Här­te“, bei­spiels­wei­se ei­ne Pfle­ge­be­dürf­tig­keit, vor­lie­gen muss und weit und breit nie­mand aus der Fa­mi­lie in der Nä­he sein darf, der sich küm­mern könn­te. Da das al­les nicht vor­liegt, ist es nicht sehr wahr­schein­lich, dass Al­zir sei­ne El­tern so bald wie­der­sieht.

Bei sei­ner Schwes­ter sieht das glück­li­cher­wei­se et­was an­ders aus. Die 22-Jäh­ri­ge gilt zwar auch als „sons­ti­ges Fa­mi­li­en­mit­glied“, kann aber den Bil­dungs­weg ge­hen, und ver­su­chen, in Deutsch­land ei­nen Stu­di­en­platz zu be­kom­men. In un­se­rem Ge­spräch er­hält Al­zir plötz­lich ei­nen An­ruf. „Good news“, sagt der Sy­rer, nach­dem er auf­ge­legt hat, und lä­chelt. Ein Mann, der sich in Deutsch­land um sy­ri­sche Stu­den­ten küm­mert und sich

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