Som­mer­mär­chen macht dem DFB Sor­gen

Rheinische Post Moenchengladbach - - SPORT -

BER­LIN (dpa) Die Ver­ga­be der WM 2006 lässt den DFB nicht zur Ru­he kom­men. Der größ­te Sport­ver­band der Welt sorgt sich um die An­er­ken­nung sei­ner Ge­mein­nüt­zig­keit. Mit Steu­er­nach­for­de­run­gen rech­net der Deut­sche Fuß­ball-Bund oh­ne­hin im kom­men­den Jahr. Man müs­se aber al­les da­für tun, „dass wir am En­de nicht auch noch für ge­wis­se Zei­t­räu­me die Ge­mein­nüt­zig­keit ab­er­kannt be­kom­men. Denn dann be­dro­hen den DFB durch­aus sehr er­heb­li­che Zah­lungs­for­de­run­gen, die man auch nicht aus der Por­to­kas­se be­zah­len kann“, be­ton­te In­te­rims­prä­si­dent Rai­ner Koch in sei­ner Jah­res­bi­lanz. Der Skan­dal um ei­ne 6,7-Mil­lio­nen-Eu­ro-Zah­lung vor der WM 2006 an die Fi­fa be­schäf­tigt seit rund zwei­ein­halb Mo­na­ten den deut­schen Fuß­ball. Die An­ge­le­gen­heit be­las­te „den ge­sam­ten Fuß­ball in Deutsch­land“, be­ton­te der In­te­rims­chef in dem Interview auf der Web­site des DFB. „Wirt­schaft­lich kann man die Fol­gen noch nicht ab­se­hen“, sag­te Koch. Es wird we­gen des Ver­dachts der Steu­er­hin­ter­zie­hung in ei­nem be­son­ders schwe­ren Fall er­mit­telt. So­lan­ge ein Ver­ein oder Ver­band als ge­mein­nüt­zig an­er­kannt ist, ge­nießt er steu­er­li­che Ver­güns­ti­gun­gen. Ei­ne be­fris­te­te Aber­ken­nung könn­te für den DFB dem­nach be­trächt­li­che Zah­lun­gen an den Fis­kus nach sich zie­hen.

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