Fi­nanz-Auf­wand

Rheinische Post Moenchengladbach - - LESERBRIEFE - Gerd Strot­mann 47608 Gel­dern Man­fred Der­ner 47506 Neu­kir­chen-Vluyn

Zu „Die Zeit des Mit­ge­fühls“(RP vom 19. De­zem­ber): Es geht ja in der Flücht­lings­kri­se nicht um das Hel­fen ge­ne­rell, son­dern um die Di­men­sio­nen, die an­ge­sichts von welt­weit 60 Mil­lio­nen sich auf der Flucht be­fin­den­den Men­schen das größ­te Pro­blem dar­stel­len. Durch­hal­te­pa­ro­len und das Be­schwö­ren frü­he­rer Kri­sen­be­wäl­ti­gun­gen sind kein Er­satz für ei­ne struk­tu­rier­te Hil­fe. Ne­ben (lei­der nicht aus­rei­chend vor­han­de­ner) Man­power ist zu­sätz­lich ein im­mens ho­her fi­nan­zi­el­ler Auf­wand er­for­der­lich. Die­sen kann man nicht län­ger zwi­schen den öf­fent­li­chen Haus­hal­ten hin­und her­schie­ben. Ei­ne Ver­la­ge­rung in Schat­ten­haus­hal­te ver­bie­tet sich in Hin­blick auf kom­men­de Ge­ne­ra­tio­nen eben­so wie die Auf­nah­me neu­er Schul­den. So­mit sind mas­si­ve Steu­er- und Ab­ga­be­er­hö­hun­gen der ein­zi­ge Aus­weg. Al­ler­dings birgt dies die Ge­fahr, die der­zeit ro­bus­te deut­sche Kon­junk­tur zu ge­fähr­den. Die­ses soll­ten die Po­li­tik und die Me­di­en den Bür­gern nicht vor­ent­hal­ten. Wenn Bür­ger und Wirt­schaft dies ak­zep­tie­ren, kann man dies als Be­weis für de­ren Em­pa­thie­fä­hig­keit wer­ten. Bei­spie­le, wel­che Aus­wir­kung es hat, wenn man von Roh­stoff­lie­fe­run­gen aus dem Aus­land ab­hän­gig ist, zeigt ja sehr deut­lich der Um­gang von Russ­land mit der Ukrai­ne. Aber das kann ja nicht „uns“pas­sie­ren. Ja, es ist rich­tig, dass wir ei­nen Weg zu ei­ner re­ge­ne­ra­ti­ven Ener­gie­er­zeu­gung ge­hen, aber ist es auch rich­tig, dass die Kos­ten so schnell stei­gen, dass Hun­dert­tau­sen­de von Men­schen in Deutsch­land sich Strom und Wär­me nicht mehr leis­ten kön­nen bzw. an ih­re fi­nan­zi­el­len Gren­zen ge­ra­ten? Lei­der wur­de und wird auch nicht be­trach­tet, dass mit den Schlie­ßun­gen von Berg­wer­ken die hier ent­wi­ckel­te Ma­schi­nen­tech­nik und Si­cher­heits­tech­nik nur noch ei­ne kur­ze Zeit im Aus­land ver­kauft wird und dass un­se­re Fir­men kei­ne Rol­le mehr auf die­sem bil­lio­nen­schwe­ren Welt­markt spie­len wer­den. Wenn hier kei­ne ei­ge­ne För­de­rung (und Ar­beits­plät­ze) mehr ge­wollt ist, dann soll­te aber auch nicht im Ge­gen­zug das glei­che „ver­pön­te“Pro­dukt aus dem Aus­land hier ver­braucht wer­den. Zu­schrif­ten an die Rheinische Post/NGZ/Ber­gi­sche Mor­gen­post/ So­lin­ger Mor­gen­post ger­ne auch un­ter www.rp-online.de/le­ser­brie­fe

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