55 Flücht­lin­ge le­ben jetzt im JHQ, wei­te­re 45 Plät­ze fer­tig

Das Land hat die ers­ten Wohn­ein­hei­ten im ehe­ma­li­gen Haupt­quar­tier her­ge­rich­tet. 2500 Plät­ze soll es ins­ge­samt ge­ben.

Rheinische Post Moenchengladbach - - PANORAMA - VON IN­GE SCHNETTLER

Die Be­zirks­re­gie­rung Düsseldorf hat­te schon vor Mo­na­ten an­ge­kün­digt, zum En­de die­ses Jah­res die ers­ten Flücht­lin­ge im JHQ un­ter­zu­brin­gen. Der Zeit­plan ging auf. 55 Schutz­su­chen­de sind jetzt in die noch recht pas­sa­blen, noch re­la­tiv neu­en Häu­ser in der Nä­he des frü­he­ren Heiz­kraft­wer­kes ein­ge­zo­gen. Au­ßer­dem, so teil­te es die Pres­se­stel­le der Be­zirks­re­gie­rung ges­tern auf Nach­fra­ge mit, ste­hen ab so­fort Plät­ze für wei­te­re 45 Per­so­nen zur Ver­fü­gung. Nach und nach sol­len zu­sätz­li­che Ge­bäu­de in­stand ge­setzt wer­den – ins­ge­samt soll in der Erst­auf­nah­me­ein­rich­tung des Lan­des Raum für ma­xi­mal 2500 Men­schen ent­ste­hen.

Die Stadt ver­mie­tet so­wohl das frü­he­re Thea­ter im Nord­park (TiN) mit knapp 300 Plät­zen als auch die neue Con­tai­ner-An­la­ge hin­ter dem Ho­ckey­park mit wei­te­ren 400 Plät­zen an das Land und be­kommt da­für Geld. Auch die Plät­ze, die jetzt nach und nach im JHQ ent­ste­hen sol­len und vom Land mit Flücht­lin­gen be­legt wer­den, ent­las­ten die Stadt­kas­se. Das be­deu­tet auch, dass Mön­chen­glad­bach im Ge­gen­zug un­ter dem Strich we­ni­ger wei­te­re Flücht­lin­ge auf­neh­men muss. Dies wirkt sich auf die Quo­te zwar erst ab dem 1. Ju­ni 2016 voll­stän­dig aus. Da­für plant das Land, Städ­te, die wie Mön­chen­glad­bach Erst­auf­nah­me­ein­rich­tun­gen be­her­ber­gen, stär­ker zu ent­las­ten. Je­der für das Land be­reit­ge­stell­te Platz soll mit dem Fak­tor 1,3 an­ge­rech­net wer­den.

Um über­haupt Flücht­lin­ge im JHQ un­ter­brin­gen zu kön­nen, muss­ten ent­lang der Queens Ave­nue – an der Hard­ter Stra­ße zwi- schen Herdt und Hardt – Ver­sor­gungs­lei­tun­gen und Ka­nä­le ge­legt wer­den. Bis zu der Flä­che, die das Land vom Bund an­ge­mie­tet hat, um dort ei­ne Erst­auf­nah­me­ein­rich­tung für Asyl­su­chen­de ein­zu­rich­ten, müs­sen Lei­tun­gen für Strom, Gas und Was­ser ver­legt wer­den.

Die Kü­che im Ka­si­no soll in ei­nem schlech­ten Zu­stand sein. Der Bau­und Lie­gen­schafts­be­trieb des Lan­des hat­te be­reits mit­ge­teilt, dass sie in die­sem Jahr nicht fer­tig wird. Die ers­ten Flücht­lin­ge müs­sen des­halb über ei­nen Zu­lie­fe­rer ver­sorgt wer­den.

ARCHIV: KNAP­PE

Die Häu­ser na­he des Heiz­kraft­werks wur­den her­ge­rich­tet.

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