500-Ki­lo-Bom­be in Ei­cken löst Groß-Eva­ku­ie­rung aus

Rheinische Post Moenchengladbach - - LOKALES -

(to­gr) Es ist ei­ne der um­fang­reichs­ten Eva­ku­ie­rungs­maß­nah­men der Stadt in den ver­gan­ge­nen Jah­ren. Weil am 3. März zur Mit­tags­zeit bei Tief­bau­ar­bei­ten der NEW an der Mar­tin­stra­ße ei­ne 500-Ki­lo-Bom­be ge­fun­den wird, müs­sen 3000 Men­schen in Ei­cken kurz­fris­tig ih­re Häu­ser ver­las­sen. Denn da der Blind­gän­ger aus dem Zwei­ten Welt­krieg bei den Bau­ar­bei­ten vom Bag­ger be­wegt wor­den ist, muss schnell ge­han­delt wer­den.

1000 Haus­hal­te sind von der Eva­ku­ie­rung be­trof­fen, dar­un­ter auch zwei Al­ten­hei­me. Über 300 Po­li­zis­ten, 150 städ­ti­sche Mit­ar­bei­ter, Feu­er­wehr­leu­te so­wie Kräf­te von al­len Hilfs­diens­ten sind an dem Ein­satz be­tei­ligt. Zur gro­ßen Sam­mel­stel­le für die Eva­ku­ier­ten wird die Kai­serF­ried­rich-Hal­le. Zu­dem wird am frü­hen Abend der Zug­ver­kehr nach Glad­bach ge­stoppt.

Auf­grund der vie­len Kran­ken­und Lie­gend-Trans­por­te durch die ver­stopf­te Stadt ver­zö­gert sich al­ler­dings der Be­ginn der Ent­schär­fung. Erst als um 22.15 Uhr das Al­ten­heim leer ist, kann der Kampf­mit­tel­räum­dienst zur Tat schrei­ten. Nur 20 Mi­nu­ten spä­ter, um 22.35 Uhr, kommt schließ­lich die er­lö­sen­de Nach­richt: Die Bom­be ist ent­schärft. Und die Men­schen kön­nen zu­rück in ih­re Häu­ser. Foto: Ste­phan Schell­ham­mer

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