Pro­ble­me mit Spen­den

Rheinische Post Moenchengladbach - - STIMME DES WESTENS - VON MAR­TIN KESS­LER

Die Zahl der Groß­spen­der und Groß­spen­den an die de­mo­kra­ti­schen Par­tei­en ist seit der Bun­des­tags­wahl 2013 ste­tig ge­sun­ken. Das ist nor­mal in Zei­ten zwi­schen den Wah­len. Erst wenn es wirk­lich um die Wurst geht, sind Groß­un­ter­neh­men oder Ver­bän­de be­reit, ih­re Scha­tul­len zu öff­nen und ih­nen ge­neh­me Par­tei­en – dar­un­ter nicht nur CDU und FDP – zu för­dern.

Ganz un­pro­ble­ma­tisch ist das frei­lich nicht. Grund­sätz­lich ge­hö­ren gro­ße wie klei­ne Spen­den zur De­mo­kra­tie. Dar­in zeigt sich bür­ger­schaft­li­ches En­ga­ge­ment für die Par­tei­en, die laut Grund­ge­setz Trä­ger der po­li­ti­schen Wil­lens­bil­dung sind. Al­ler­dings dür­fen sich die de­mo­kra­ti­schen Par­tei­en nicht all­zu sehr auf die be­que­men Ein­mal­spen­den ver­las­sen. Denn wer 50.000 Eu­ro und mehr für die Par­tei­ar­beit be­reit­stellt, tut das nicht im­mer un­ei­gen­nüt­zig.

Die neue Trans­pa­renz der Par­tei­en­fi­nan­zie­rung hat zwar da­zu bei­ge­tra­gen, dass Land­schafts­pfle­ge à la Flick der Ver­gan­gen­heit an­ge­hört. Aber ge­feit sind die Par­tei­en da­vor nicht. Sie soll­ten sich des­halb vor­nehm­lich um vie­le klei­ne Spen­den be­mü­hen. BE­RICHT

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