Hef­ti­ge Kri­tik an Uni­ons­plan zur In­te­gra­ti­ons­pflicht

Rheinische Post Moenchengladbach - - POLITIK -

BER­LIN (dpa) Der Uni­ons­vor­stoß zur In­te­gra­ti­ons­pflicht für län­ger in Deutsch­land blei­ben­de Mi­gran­ten löst neu­en Krach in der schwarz-ro­ten Ko­ali­ti­on aus. SPD-Vi­ze Thors­ten Schä­fer-Güm­bel sag­te im Deutsch­land­funk, an­ge­sichts un­ge­nü­gen­der An­ge­bo­te an Sprach­kur­sen sei es „völ­lig ab­surd, jetzt über die Fra­ge von In­te­gra­ti­ons­ver­ein­ba­run­gen zu re­den“. CDU und CSU for­dern ei­ne ge­setz­li­che Pflicht zu Deutsch­kur­sen und ei­nem for­mel­len Wer­te-Be­kennt­nis – sonst sol­len Leis­tungs­kür­zun­gen dro­hen. Die CSU-Lan­des­grup­pe im Bun­des­tag will dies An­fang Ja­nu­ar bei ih­rer Klau­sur in Wild­bad Kreuth be­schlie­ßen. Die In­te­gra­ti­ons­be­auf­trag­te der Bun­des­re­gie­rung, Ay­dan Özo­guz (SPD), warf den Uni­ons­par­tei­en vor, „Ne­bel­ker­zen zu wer­fen, um Res­sen­ti­ments zu be­die­nen“. Wer sol­che Be­kennt­nis­for­de­run­gen auf­stel­le, müs­se aber auch sa­gen, wie er sie um­zu­set­zen ge­den­ke. CDU-Vi­ze Ju­lia Klöck­ner be­zeich­ne­te Äu­ße­run­gen füh­ren­der SPDPo­li­ti­ker da­ge­gen als na­iv und be­ton­te: „Das Grund­ge­setz ist noch kein In­te­gra­ti­ons­kon­zept.“

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