Bahn will aus Strom­ver­trag mit Eon aus­stei­gen

Rheinische Post Moenchengladbach - - WIRTSCHAFT -

DAT­TELN (dpa) Die Deut­sche Bahn will aus ei­nem lang­fris­ti­gen Strom­lie­fer­ver­trag mit dem Ener­gie­kon­zern Eon aus­tre­ten. Hin­ter­grund ist der stark ge­sun­ke­ne Groß­han­dels­preis. Der 2007 ge­schlos­se­ne Ver­trag si­chert der Bahn rund 400 Me­ga­watt Leis­tung für den Zug­ver­kehr im Ruhr­ge­biet zu. Der Strom soll­te ur­sprüng­lich ab 2011 aus dem Koh­le­kraft­werk Dat­teln 4 kom­men. Die­ses ist aber we­gen feh­len­der Ge­neh­mi­gun­gen bis heu­te nicht fer­tig. Oh­ne den Groß­kun­den Bahn steht die Wirt­schaft­lich­keit des Kraft­werks in­fra­ge. Die Rah­men­be­din­gun­gen hät­ten sich so ra­di­kal ver­schlech­tert, dass die Bahn die mit Eon 2007 ver­ein­bar­ten Prei­se nicht mehr ak­zep­tie­ren wol­le, heißt es laut „Han­dels­blatt“. Die Bahn woll­te das we­der be­stä­ti­gen noch de­men­tie­ren. Dem Kraft­werk Dat­teln kom­me „ei­ne we­sent­li­che Rol­le“bei der Be­darfs­de­ckung im Ruhr­ge­biet zu. Die Bahn be­fin­de „sich der­zeit mit dem Hau­se Eon in Ge­sprä­chen, wie die­ser Be­darf zu­künf­tig wei­ter ge­deckt wer­den soll.“

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