Be­waff­ne­ter Über­fall auf Tank­stel­le war vor­ge­täuscht

Ein An­ge­stell­ter spiel­te den Räu­ber, sein Kol­le­ge gab ihm den Kas­sen­in­halt. Dann zeig­ten sie den „Raub“an.

Rheinische Post Moenchengladbach - - WISSEN -

(gap) Jetzt ist es her­aus­ge­kom­men: Der be­waff­ne­te Über­fall auf ei­ne Tank­stel­le an der Zop­pen­broi­cher-/ Lied­ber­ger Stra­ße am 4. De­zem­ber war gar kei­ner. Der Raub war nur fin­giert. Zwei An­ge­stell­te hat­ten sich ab­ge­spro­chen. Ei­ner spiel­te den Räu­ber, sein Kol­le­ge (19), zum Zeit­punkt des Über­falls Kas­sie­rer in der Tank­stel­le, das Op­fer.

Der Raub war of­fen­bar kom­plett durch­ge­spielt wor­den. An je­nem Frei­tag­abend be­trat ein mas­kier­ter Mann die Tank­stel­le, hielt dem Kas­sie­rer ei­ne Waf­fe vor und flüch­te­te an­schlie­ßend mit dem Kas­sen­in­halt. Zeu­gen sa­hen den Mann, wie er in ei­nen ab­seits ab­ge­stell­ten sil­ber­nen Klein­wa­gen stieg und in Rich­tung Rhe­ydt fuhr.

Wie die Po­li­zei ges­tern mit­teil­te, ka­men die Er­mitt­ler auf­grund von Zeu­gen­aus­sa­gen dem „Räu­ber“, ei­nem 28-Jäh­ri­gen aus Wil­lich- Schiefbahn, auf die Spur. Und sie er­fuh­ren: Der Mann ist An­ge­stell­ter der über­fal­le­nen Tank­stel­le. Er wur­de am Mon­tag an sei­ner Ar­beits­stät­te fest­ge­nom­men. Zeit­gleich wur­de sei­ne Woh­nung durch­sucht. Da­bei fan­den die Er­mitt­ler die wahr­schein­li­che Tat­waf­fe. Es han­delt sich um ei­ne Schreck­schuss­pis­to­le.

Wäh­rend der 28-Jäh­ri­ge zum Tat­vor­wurf schweigt, wur­de der Kas­sie­rer der Tank­stel­le, ein 19-jäh­ri­ger Mann aus Rhe­ydt, noch­mals ver­nom­men. Hier­bei räum­te die­ser ein, dass der Raub­über­fall vor­ge­täuscht war und zwi­schen ihm und dem als Räu­ber fun­gie­ren­den 28Jäh­ri­gen ab­ge­spro­chen war.

Bei­de Be­schul­dig­te wur­den nach dem Ab­schluss po­li­zei­li­cher Stan­dard­maß­nah­men wie­der ent­las­sen. Die Er­mitt­lun­gen dau­ern an. Ent­spre­chen­de Straf­ver­fah­ren wer­den ein­ge­lei­tet.

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