Der jun­ge Hund und sei­ne Ma­rot­ten

Rheinische Post Moenchengladbach - - WISSEN - DIE­TER WE­BER

Gut, der Hund ist jung. Und zwar so jung, dass er so qua­si in der Pu­ber­tät ist. In die­ser Zeit sind Vier­bei­ner ko­misch. Un­be­re­chen­ba­rer. Vol­ler Ma­rot­ten. Ir­gend­wie al­bern. Je­den Abend zieht das Tier ei­ne Show ab. Dann ti­gert es un­ru­hig hin und her. An­fangs rann­ten wir pau­sen­los mit ihm raus, weil wir an ei­ne darm­be­ding­te Un­päss­lich­keit glaub­ten. Was den Hund noch mehr ir­ri­tier­te. Dann schlug er un­ver­mu­tet mehr­mals laut an, was in die­ser Form für ei­nen Ber­ner Sen­nen­hund eher un­ge­wöhn­lich ist. Ein­bre­cher im Haus? Wir such­ten al­les ab – nichts. Und schließ­lich rann­te das 35-Ki­lo-Pa­ket schnup­pernd durch al­le Räu­me, reck­te die Schnau­ze nach oben – um sich am En­de er­mat­tet un­ter den Christ­baum zum Schla­fen zu le­gen.

Jetzt ha­ben wir die Ur­sa­che ge­fun­den. Er hat Angst – vor ei­ner Flie­ge.

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