Be­grün­de­te Sor­ge

Rheinische Post Moenchengladbach - - LESERBRIEFE - Do­ris Over­lack-Ko­sel per Mail Ma­ria Mül­lers per Mail Nor­bert Bött­cher 40878 Ra­tin­gen Klaus-Jür­gen Laufs 40822 Mettmann

Zu „Als die Kur­den den Land­tag stürm­ten“(RP vom 23. De­zem­ber): Der Auf­fas­sung vom CDU-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Wer­ner Lohn und Ih­rer Ko­lum­ne kann ich mich so­wohl als Rechts­an­wäl­tin als auch als Bür­ger die­ses Rechts­staats un­ein­ge­schränkt an­schlie­ßen. Die Po­li­ti­ker er­we­cken den Ein­druck, dass der Grund­satz „vor dem Recht sind al­le gleich“nicht mehr gilt, wenn ag­gres­si­ve Hand­lun­gen mit im Spiel sind oder ein Fak­tor wer­den könn­ten. Ich kann nur hof­fen, dass die blin­de Jus­ti­tia nicht ein ty­pi­sches Sinn­bild für die heu­ti­ge Po­li­tik wird, denn die fi­nan­zi­el­len, recht­li­chen so­wie ge­sell­schaft­li­chen Kon­se­quen­zen vie­ler Ent­schei­dun­gen sind of­fen­sicht­lich. Noch nie ist mir in der Wäh­ler­schaft ei­ne sol­che Po­li­tik­ver­dros­sen­heit be­geg­net wie in den letz­ten Mo­na­ten. Die Sor­ge vor ei­ner Stär­kung un­ge­woll­ter po­li­ti­scher Kräf­te ist da­her mehr als be­grün­det, wenn der Rechts­staat und da­mit un­se­re De­mo­kra­tie nicht ge­schützt wird. Hil­fe­stel­lung bei der Zu­sam­men­stel­lung der Ge­schen­ke, un­ver­bind­li­che Aus­künf­te und kos­ten­lo­se In­for­ma­ti­on, um dann den Ar­ti­kel im In­ter­net zu be­stel­len. Selbst­ver­ständ­lich stel­len wir die Wa­re auch kos­ten­los zu und so wei­ter. Ich bin In­ha­be­rin ei­nes klei­nen Ge­schen­keLa­dens, füh­re das Ge­schäft seit 1979 und ste­he seit über 50 Jah­ren hin­ter der The­ke. Ich be­schäf­ti­ge zwei Aus­hil­fen, die an­ge­mes­sen be­zahlt wer­den und ger­ne bei mir ar­bei­ten. Ich spre­che hier für vie­le Kol­le­gen, die ge­nau­so han­deln. Auch das soll­te dem Ver­brau­cher ein­mal na­he­ge­bracht wer­den. die mo­nat­li­che Spritrech­nung war. Die Steu­er­er­spar­nis durch die Kos­ten­pau­scha­le war nur ein Trop­fen auf den hei­ßen St­ein. Al­so Hän­de weg vom Steu­er­an­teil des Die­sel­sprits. li­che Kom­mu­nen, Krei­se und Be­zirks­re­gie­run­gen sind über­for­dert, da Struk­tu­ren und Vor­aus­set­zun­gen, die­se Flücht­lings­mas­sen zu ver­wal­ten, erst in lang­wie­ri­gen Pro­zes­sen auf­ge­baut wer­den müs­sen. Vie­le hoch­ran­gi­ge Po­li­ti­ker und Wirt­schafts­wis­sen­schaft­ler war­nen seit lan­gem vor die­sem un­ge­brems­ten und nicht zu be­herr­schen­den Flücht­lings­strom. Wenn Frau Mer­kel wäh­rend des letz­ten CDU-Par­tei­ta­ges trotz vie­ler Kri­ti­ker in ei­ge­nen Rei­hen mi­nu­ten­lang be­klatscht wird, ver­steht der nor­mal den­ken­de und be­sorg­te Bür­ger die Welt nicht mehr. Es ist die Ar­ro­ganz der Macht, die die­se Frau treibt. Wie soll das wei­ter­ge­hen, wenn nicht so­fort, wie z. B. vom baye­ri­schen Mi­nis­ter­prä­si­den­ten See­ho­fer ge­for­dert, an den Gren­zen stren­ge Kon­trol­len ein­ge­führt wer­den? Und auch Frau Mer­kel muss doch mal ein­se­hen, dass sie in die­ser Sa­che un­ver­ant­wort­lich ge­han­delt hat und ei­ne Kehrt­wen­de voll­zie­hen muss!

FOTO: DPA

Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel.

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