Nicht aus Spaß

Rheinische Post Moenchengladbach - - LESERBRIEFE - Jörg Pie­per per Mail

Zu „Fest der Nächs­ten­lie­be“(RP vom 24. De­zem­ber): Vie­len Dank für Ih­ren Ar­ti­kel, der mich sehr be­rührt hat und mir vor al­lem aus dem Her­zen spricht. Es ist sel­ten, dass ein Ar­ti­kel mit so viel Lei­den­schaft er­scheint und vor al­lem ei­ne kla­re Mei­nung aus­drückt. Ich bin al­ler­dings in ei­nem Punkt un­eins mit Ih­nen. Auch wenn ich seit ei­ni­ger Zeit über­le­ge, wie ich den an­kom­men­den Flücht­lin­gen hel­fen kann, hal­te ich tat­säch­lich den Is­lam für – wie Sie es aus­drü­cken – „eher be­droh­lich“. Aber viel­leicht soll­te man dies noch spe­zi­fi­zie­ren, da ich vor al­lem mit der Aus­le­gung des Is­lams nicht ein­ver­stan­den bin. Die­se Aus­le­gung steht mei­ner Mei­nung nach im Ge­gen­satz zur von vie­len Chris­ten prak­ti­zier­ten Nächs­ten­lie­be. Auch wenn dies zu­ge­ge­ben sehr pau­schal aus­ge­drückt ist, hal­te ich den Is­lam für die „ag­gres­si­ve­re“Re­li­gi­on. Dies än­dert aber nichts an der Tat­sa­che, dass die Mehr­zahl der Flücht­lin­ge nicht aus Spaß zu uns kommt, son­dern Krie­gen und Ter­ror ent­flie­hen möch­te. Kei­ner ist zum Ver­gnü­gen hier, und wir soll­ten al­les tun, um die­sen Men­schen ei­nen mensch­li­chen Emp­fang zu er­mög­li­chen. Ich glau­be, dass dies auch ei­ne Chan­ce für uns sein kann. Und tat­säch­lich bin ich stolz auf Frau Mer­kel, die in ei­ner kri­ti­schen Si­tua­ti­on auch mal kla­re Kan­te ge­zeigt hat.

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