Will­kür ver­mei­den

Rheinische Post Moenchengladbach - - LESERBRIEFE - Erich Jed­wab­ski Mo­ers

Zu „Städ­te ge­gen So­zi­al­hil­fe für Ausländer“(RP vom 21. De­zem­ber): Wenn sich aus ei­nem Ge­setz der­art dif­fe­rie­ren­de In­ter­pre­ta­ti­ons­mög­lich­kei­ten für höchst­rich­ter­li­che Ur­teils­be­grün­dung er­ge­ben, soll­te sei­tens des Ge­setz­ge­bers ei­ne ent­spre­chen­de Än­de­rung in An­griff ge­nom­men wer­den. Soll­te ge­setz­li­che Ein­deu­tig­keit be­ste­hen, könn­te ein Be­griff wie „so­zi­al um­rahm­tes Gut­men­schen­will­kür­ur­teil“ei­ne an­ge­mes­se­ne Be­wer­tung sein. Da dies dem We­sen ei­nes rechts­staat­li­chen Prin­zips wi­der­spre­chen dürf­te, soll­ten die Rich­ter am BSG auf ih­re Pflicht zur ge­setz­li­chen Treue hin­ge­wie­sen wer­den kön­nen. Wie dar­ge­stellt, wä­re auf Dau­er ein nicht quan­ti­fi­zier­ba­rer Zu­lauf von Men­schen aus so­zi­al „we­ni­ger at­trak­tiv“aus­ge­stat­te­ten EU-Län­dern un­ver­meid­bar. In­so­fern ist das Ur­teil des BSG auch eu­ro­pä­isch zu be­wer­ten.

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