Wie­der die Ober­gren­ze

Rheinische Post Moenchengladbach - - STIMME DES WESTENS - VON EVA QUADBECK

Mit dem Vor­stoß, Flücht­lin­ge oh­ne gül­ti­ge Aus­weis­pa­pie­re nicht mehr nach Deutsch­land ein­rei­sen zu las­sen, hat die CSU die Ober­gren­zen-De­bat­te in neu­er Form wie­der auf­le­ben las­sen und zu­gleich den Fin­ger in die Wun­de ge­legt: Die ent­schei­den­de Fra­ge der nächs­ten Wo­chen ist, wie lan­ge die gro­ße Ko­ali­ti­on ih­re Po­si­ti­on noch durch­hal­ten kann, kei­ne Flücht­lin­ge an der Gren­ze zu­rück­zu­wei­sen.

Der Zustrom der Flücht­lin­ge ist zwar leicht zu­rück­ge­gan­gen, aber er liegt längst nicht auf ei­nem Ni­veau, von dem man sa­gen könn­te, dass das Land ei­nen sol­chen Zu­zug dau­er­haft ver­kraf­ten kann. Es muss al­so et­was ge­sche­hen. Und wenn die an­ge­streb­te Be­kämp­fung der Flucht­ur­sa­chen nicht rasch fruch­tet, wer­den die bis­lang ab­surd klin­gen­den CSUFor­de­run­gen zur po­li­ti­schen Hand­lungs­op­ti­on.

Der Druck in­ner­halb der CDU auf Mer­kel wird wei­ter stei­gen, ih­rem Ver­spre­chen, den Zustrom der Flücht­lin­ge zu re­du­zie­ren, end­lich Ta­ten fol­gen zu las­sen. Soll­te dies nicht bald ge­lin­gen, kehrt auch in der CDU die Ober­gren­zen-De­bat­te zu­rück. BE­RICHT

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