Daim­ler er­höht Frau­en­quo­te für die Be­leg­schaft

Rheinische Post Moenchengladbach - - WIRTSCHAFT -

STUTTGART (dpa) Der Au­to­her­stel­ler Daim­ler will den Frau­en­an­teil in sei­ner Be­leg­schaft wei­ter er­hö­hen. „Wir ha­ben den Kor­ri­dor für die Ge­samt­be­leg­schaft auf 15 bis 18 Pro­zent hoch­ge­setzt – bis­lang lag er bei 12,5 bis 15 Pro­zent“, sag­te Daim­ler-Per­so­nal­vor­stand Wilfried Porth. Ei­ne ent­spre­chen­de Be­triebs­ver­ein­ba­rung sei mit den Be­triebs­rä­ten kurz vor Weih­nach­ten ge­schlos­sen wor­den. Im Durch­schnitt lie­ge der An­teil weib­li­cher Mit­ar­bei­ter der­zeit bei 14,9 Pro­zent. Bei den Füh­rungs­kräf­ten sind es mehr als 14 Pro­zent. Bis 2020 sol­len es 20 Pro­zent sein.

Auch bei den Aus­zu­bil­den­den will der Dax-Kon­zern mehr Frau­en be­schäf­ti­gen. „In der tech­ni­schen Aus­bil­dung wer­den wir den Pro­zent­satz von Frau­en auf 14 bis 17 Pro­zent er­hö­hen“, sag­te Porth. „Ge­ne­rell, al­so zu­sam­men mit der kauf­män­ni­schen Aus­bil­dung, liegt der Ziel­kor­ri­dor jetzt bei 23 bis 27 Pro­zent.“

Grund­sätz­lich gilt ab 1. Ja­nu­ar für 101 bör­sen­no­tier­te, voll mit­be­stim­mungs­pflich­ti­ge Un­ter­neh­men die Frau­en­quo­te für Füh­rungs­po­si­tio­nen. Bei Neu­be­set­zun­gen im Auf­sichts­rat muss si­cher­ge­stellt wer­den, dass min­des­tens 30 Pro­zent der Kon­trol­leurs­pos­ten mit weib­li­chen Mit­glie­dern be­setzt wer­den. Wird der An­teil nicht er­reicht, blei­ben die Stüh­le un­be­setzt.

Au­ßer­dem müs­sen die­se Fir­men so­wie rund 3500 wei­te­re Un­ter­neh­men Ziel­vor­ga­ben für den Frau­en­an­teil im Vor­stand und in zwei wei­te­ren Füh­rungs­eta­gen ver­öf­fent­li­chen. Für die „Ziel­vor­ga­be null“gibt es al­ler­dings kei­ne Sank­tio­nen.

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