Ed­mund Er­le­manns Tod be­wegt die gan­ze Stadt

Rheinische Post Moenchengladbach - - LOKALES -

(to­gr) Er war Pfar­rer, Re­gio­nal­de­kan und Mit­be­grün­der des Volks­ver­eins. Vor al­lem war Ed­mund Er­le­mann für vie­le Glad­ba­cher aber ein­fach „der Ed­di“. Als er im Jahr 2011 von den Le­sern der Rhei­ni­schen Post mit deut­li­chem Vor­sprung zu „Glad­bachs Bes­tem“ge­wählt wur­de, war Er­le­mann ganz über­rascht. „Ich bin fest da­von aus­ge­gan­gen, dass ei­ne Fuß­ball­grö­ße ge­winnt“, sag­te er da­mals.

Da­bei war Er­le­mann selbst ei­ne Grö­ße, ei­ner, der sich für die Ar­men und Schwa­chen ein­setz­te, sich auch mit der Kir­che an­leg­te, aber als sanf­ter Re­vo­lu­tio­när galt. 2014 al­ler- dings muss­te er selbst nach ei­ner Rü­cken­marksver­let­zung ei­ne schwe­re ge­sund­heit­li­che Kri­se über­ste­hen. Doch er rap­pel­te sich noch mal auf, tausch­te den Roll­stuhl ge­gen den Geh­stock.

Am 4. No­vem­ber je­doch ver­stirbt Ed­mund Er­le­mann (80) um 12 Uhr mit­tags im Fran­zis­kus-Kran­ken­haus an den Fol­gen ei­nes Blut­ge­rinn­sels – und ei­ne gan­ze Stadt trau­ert. Zur be­we­gen­den Trau­er­fei­er am 11. No­vem­ber sind das Müns­ter und das auf dem Vor­platz auf­ge­bau­te Zelt kom­plett ge­füllt, ehe der Trau­er­zug „Ed­di“Er­le­mann auf sei­nem Weg zur Brandt­ska­pel­le be­glei­tet.

FOTO: ISA­BEL­LA RAUPOLD

Ed­mund Er­le­mann im April 2015. Am 4. No­vem­ber stirbt der Mit­be­grün­der des Volks­ver­eins im Al­ter von 80 Jah­ren

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