Das Ka­ter­früh­stück für den Tag da­nach

Im Kopf häm­mert es wie ver­rückt, der Ma­gen re­bel­liert, das Le­ben macht kei­nen Spaß mehr: Nach durch­zech­ter Sil­ves­ter­nacht muss der Kör­per wie­der ins Rei­ne kom­men. Vier Kö­che ge­ben gu­te Tipps und ver­ra­ten ih­re Re­zep­te.

Rheinische Post Moenchengladbach - - LOKALES - VON IN­GE SCHNETTLER

Die­ses feu­ri­ge Ka­ter­früh­stück soll­te Kopf­schmer­zen und Übel­keit am ers­ten Tag im neu­en Jahr im Nu be­sie­gen: Thors­ten Ne­u­mann hat nicht lan­ge ge­fa­ckelt. Der Ge­schäfts­füh­rer des Event-Ca­te­rers Noi! und Be­trei­ber des Hu­go-Jun­kers-Han­gars hat uns nicht nur das Re­zept für sei­ne feu­ri­ge asia­ti­sche Ge­mü­se­sup­pe auf­ge­schrie­ben, son­dern das Ge­richt auch gleich ge­kocht – und die ein­zel­nen Schrit­te da­bei fo­to­gra­fie­ren las­sen. Das Re­zept fin­den Sie im Info-Kas­ten. Es be­steht im We­sent­li­chen aus ei­ner Hüh­ner­brü­he mit Möh­ren, Lauch, Sel­le­rie, Mun­go­boh­nen, ge­koch­ten Glas­nu­deln, asia­ti­schen Pil­zen, Ko­kos­milch, Li­met­te, Sweet-Sour-Chi­cken-Sau­ce, Se­sam, Se­sam­öl, Salz, Pfef­fer und Sam­bal Oe­lek. Die­se schar­fe Kom­bi­na­ti­on soll­te den Kopf or­dent­lich frei­pus­ten.

Wil­li Has­ten­rath, Chef vom Flachs­hof in Mer­re­ter, weiß ge­nau, was dem Men­schen fehlt, der die Sil­ves­ter­nacht or­dent­lich durch­ge­fei­ert hat: Ka­li­um und Fruk­to­se. Des­halb heißt sein Re­zept: 200 Mil­li­li­ter Milch, ei­ne Ba­na­ne und ei­nen gu­ten Löf­fel Ho­nig im Mi­xer oder Smoot­hie-Ma­ker ver­quir­len – und trin­ken. „Die­ser Mix regt zum Trin­ken an“, sagt er. Und da emp­fiehlt der Koch Was­ser in rau­en Men­gen – aber oh­ne Koh­len­säu­re. „Die bringt zu viel Un­ru­he in den Ma­gen.“Auch er kennt das Ge­heim­re­zept Hüh­ner­brü­he. „Ich wür­de ra­ten, sie vor der Sil­ves­ter­par­ty zu trin­ken – und an Neu­jahr noch mal, so­bald der Kör­per wie­der auf­nah­me­fä­hig ist.“

Andre­as Leh­mann, Chef des gleich­na­mi­gen Re­stau­rants, rät: „We­ni­ger Al­ko­hol trin­ken ist von vor­ne­her­ein ein­fach bes­ser.“Wem das aber nicht ge­lingt, der soll­te am Neu­jahrs­tag ei­ne in But­ter ge­rös­te­te Schei­be Grau­brot mit Rühr­ei es­sen. Da­zu wer­den Zwie­beln und ge­räu­cher­ter durch­wach­se­ner Speck in ei­ner Pfan­ne aus­ge­las­sen, da­zu kom­men grob ge­wür­fel­te To­ma­ten und vier auf­ge­schla­ge­ne Eier. Andre­as Leh­mann emp­fiehlt au­ßer­dem, viel Was­ser zu trin­ken, gut auch in Kom­bi­na­ti­on mit To­ma­ten­saft mit Salz und Pfef­fer. Ein aus­ge­dehn­ter Spa­zier­gang an der fri­schen Luft sei auf je­den Fall an­zu­ra­ten.

„Ich kom­me aus Ber­lin“, sagt Den­ny Ne­u­mann, Chef vom Wein­hof Voo­sen. „Da wird Roll­mops ge­gen den Ka­ter ge­ges­sen – oder ir­gend­et­was an­de­res mit viel Salz.“Ein­ge­leg­tes Ge­mü­se geht auch, sagt er, und Milch. „Die kann ich al­ler­dings nicht run­ter­krie­gen.“Sei­ne Emp­feh­lung: „Spa­zie­ren ge­hen – das hilft auf je­den Fall.“

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Andre­as Leh­mann rät zu we­ni­ger Al­ko­hol – und Rühr­ei.

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Den­ny Ne­u­mann nennt ganz klas­sisch den Roll­mops.

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Wil­li Has­ten­rath schwört auf Milch mit Ho­nig und Ba­na­ne.

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Thors­ten Ne­u­mann emp­fiehlt et­was Schar­fes.

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