Ka­len­der­blatt 31. De­zem­ber 1879

Rheinische Post Moenchengladbach - - UNTERHALTUNG -

Tho­mas Al­va Edi­son ver­füg­te nur über ei­ne sehr ge­rin­ge Schul­bil­dung – trotz­dem gin­gen bei sei­nem Tod mehr als 1000 Er­fin­dun­gen auf sein Kon­to. Die For­schun­gen Edi­sons ver­än­der­ten das Le­ben sei­ner Zeit­ge­nos­sen. Und der Er­fin­der war sehr ge­schickt dar­in, dies auch öf­fent­lich kund­zu­tun. Am 31. De­zem­ber 1879 lud er Tau­sen­de zu ei­ner De­mons­tra­ti­on ins klei­ne Ört­chen Menlo Park im Bun­des­staat New Jer­sey ein. Dort be­trieb Edi­son ei­nes der mo­derns­ten For­schungs­la­bo­ra­to­ri­en sei­ner Zeit, und dort hat­ten auch sei­ne Ex­pe­ri­men­te zu ei­ner ver­bes­ser­ten Glüh­bir­ne statt­ge­fun­den. Mit ei­nem Glüh­fa­den aus be­ar­bei­te­ter Baum­wol­le ge­lang es ihm schließ­lich, die Brenn­dau­er der Glüh­bir­ne so weit zu er­hö­hen, dass die Er­fin­dung prak­ti­ka­bel wur­de. In der Sil­ves­ter­nacht 1879 ging es ihm je­doch um mehr. Ei­nen gan­zen Stra­ßen­zug hat­ten Edi­son und sei­ne Tech­ni­ker mit Glüh­bir­nen, Ka­beln und Ge­ne­ra­to­ren aus­ge­stat­tet. Um kurz vor Mit­ter­nacht leuch­te­te die Chris­tie Street in Menlo Park als ers­te Stra­ße der Welt in elek­tri­schem Licht. Die Öf­fent­lich­keit in Ame­ri­ka war be­ein­druckt, wäh­rend sich For­scher­kol­le­gen in Eu­ro­pa noch skep­tisch zeig­ten. Edi­son be­trieb das For­schungs­zen­trum, durch das der klei­ne Ort Menlo Park ins Licht der Welt­öf­fent­lich­keit ge­rückt war, noch ei­ni­ge Jah­re. Die Stadt dank­te es ihm auf be­son­de­re Wei­se: Der of­fi­zi­el­le Na­me von Menlo Park lau­tet seit 1954 Edi­son.

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