Fa­mi­li­en­un­ter­neh­mer auf Dis­tanz zu CDU-Chef La­schet

Rheinische Post Moenchengladbach - - WIRTSCHAFT -

DÜS­SEL­DORF (tor) Har­sche Kri­tik an der NRW-CDU aus un­ge­wohn­ter Rich­tung: „Mit der CDU in NRW sind wir un­zu­frie­den. Wir mer­ken von der an­geb­li­chen Wirt­schafts­nä­he nichts“, sag­te Tho­mas Rick im Ge­spräch mit un­se­rer Zei­tung. Rick, selbst Un­ter­neh­mer, ist Spre­cher der Fa­mi­li­en­un­ter­neh­mer NRW. Der Ver­band ver­tritt nach ei­ge­nen An­ga­ben 1500 in­ha­ber­ge­führ­te NRW-Un­ter­neh­men mit über ei­ner Mil­li­on Mit­ar­bei­tern.

„Die CDU muss mehr Biss ge­gen­über der rot-grü­nen Re­gie­rung ent­wi­ckeln und sich kla­rer zur Wirt­schaft in NRW be­ken­nen“, for­dert Rick. Des­halb be­grüß­ten die Mit­glieds­un­ter­neh­men auch, „dass die FDP sich kla­rer als frü­her von der CDU dis­tan­ziert“. Die FDP be­ken­ne sich am klars­ten zur Wirt­schaft und sei die ers­te Par­tei, die sich für mehr Wirt­schafts­kun­de in den Schu­len ein­ge­setzt ha­be. Ein An­lie­gen, das die Fa­mi­li­en­un­ter­neh­mer be­grü­ßen, „um die Ak­zep­tanz von öko­no­mi­schen Ent­schei­dun­gen zu ver­bes­sern“, so Rick.

CDU-NRW-Chef Ar­min La­schet ken­ne er aus dem per­sön­li­chen Ge­spräch „als an­ge­nehm und gut vor­be­rei­tet. Aber er bringt das in der Öf­fent­lich­keit lei­der nicht rü­ber.“An­ders als an­de­re Wirt­schafts­lob­by­is­ten sieht Rick auch die Schul­den­brem­se kri­tisch. „Wir hal­ten das blin­de Fi­xie­ren auf die Schul­den­brem­se für falsch. Vor­über­ge­hend soll­te die Lan­des­po­li­tik im Ge­gen­teil ei­ne hö­he­re Staats­ver­schul­dung in Kauf neh­men, wenn das Geld ge­zielt in die In­fra­struk­tur in­ves­tiert wird“, skiz­ziert Rick ei­ne von La­schet ab­wei­chen­de Po­si­ti­on. Schlech­te In­fra­struk­tur sei ei­ne Wachs­tums­brem­se. Wür­de sie ver­bes­sert, könn­ten die Wirt­schaft mehr ver­die­nen und der Staat mehr Steu­ern ein­neh­men.

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