Ad­vents­ka­len­der

Rheinische Post Moenchengladbach - - KULTUR - Ge­mein­sam mit der Evan­ge­li­schen Kir­che im Rhein­land stel­len wir bis zum Hei­li­gen Abend je­den Tag ei­nen Be­griff aus der Ad­vents­zeit vor.

Vom 1. De­zem­ber bis zum Hei­li­gen Abend kann die Zeit für Kin­der lang wer­den. Was liegt da nä­her, als un­ge­dul­di­gen Kin­dern die Vor­freu­de auf das Weih­nachts­fest mit ei­nem Ka­len­der zu ver­sü­ßen – ei­nem, der für je­den Tag ein Tür­chen hat. Die Kin­der ler­nen nicht nur, ge­dul­dig zu war­ten, son­dern üben auch spie­le­risch, die Ta­ge bis Weih­nach­ten zu zäh­len. Das klingt ty­pisch pro­tes­tan­tisch, mag manch ei­ner den­ken – und in der Tat: Pro­tes­tan­ten er­fan­den den Ad­vents­ka­len­der im 19. Jahr­hun­dert. El­tern stell­ten die Ka­len­der zu­nächst selbst her, in­dem sie zum Bei­spiel 24 Leb­ku­chen auf Pap­pe näh­ten.Ge­druck­teAd­vents­ka­len­der ka­men An­fang des 20. Jahr­hun­derts auf. Heu­te ist die Viel­falt der Ka­len­der kaum noch zu über­bli­cken. Die Ad­vents­zeit be­ginnt üb­ri­gens nicht mit dem ers­ten ge­öff­ne­ten Tür­chen am Ad­vents­ka­len­der, son­dern in der Re­gel schon vier Wo­chen vor dem 25. De­zem­ber. Nur wenn der 24. De­zem­ber auf ei­nen Sonn­tag fällt, ist die Ad­vents­zeit le­dig­lich drei Wo­chen lang. Dass wir heu­te ge­nau vier Ad­vents­sonn­ta­ge fei­ern, ver­dan­ken wir Papst Gre­gor I. Er setz­te im 7. Jahr­hun­dert erst­mals die vier­wö­chi­ge Ad­vents­zeit fest.

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