An­ge­klag­te muss 300 Eu­ro für Auf­fahr­un­fall zah­len

Rheinische Post Moenchengladbach - - LOKALES - VON IN­GRID KRÜ­GER

Am 7. Sep­tem­ber 2015 ver­ur­sach­te die 38-jäh­ri­ge Mut­ter von fünf Kin­dern an der Aa­che­ner Stra­ße ei­nen Auf­fahr­un­fall. Die Haus­frau er­hielt ei­nen Straf­be­fehl und soll­te ei­ne Geld­stra­fe von 300 Eu­ro zah­len. Au­ßer­dem be­kam die Mön­chen­glad­ba­che­rin ein Fahr­ver­bot für ei­nen Mo­nat. Da­ge­gen hat­te sie Ein­spruch ein­ge­legt und muss­te des­halb vor dem Mön­chen­glad­ba­cher Amts­ge­richt er­schei­nen.

Sie sei an ih­rer Kupp­lung ab­ge­rutscht, hat­te sich die Au­to­fah­re­rin ver­tei­digt. Da­durch sei sie auf den vor ih­ren fah­ren­den Wa­gen ge­prallt, in dem ihr Ehe­mann am Steu­er saß. Des­sen Fahr­zeug war bei dem Auf­fahr­un­fall auf ein an­de­res Au­to vor ihm ge­scho­ben wor­den. Die Frau, die in die­sem Wa­gen am Steu­er saß, er­litt da­mals ei­ne Rü­cken- und ei­ne Schä­del­prel­lung. Doch so­wohl das Ver­kehrs- als auch das Vor­stra­fen­re­gis­ter der 38-Jäh­ri­gen ent­hielt nur lee­re Blät­ter. Da­zu schil­der­te die An­ge­klag­te ges­tern vor dem Mön­chen­glad­ba­cher Amts­ge­richt ih­re ka­ta­stro­pha­le fi­nan­zi­el­le La­ge und bat um Ver­fah­rens­ein­stel­lung. Ihr Mann ar­bei­te in­zwi­schen wie­der als Lkw-Fah­rer. Mit dem Im­biss, den er vor­her be­trie­ben ha­be, ha­be es nicht so rich­tig ge­klappt. „Wir le­ben ge­trennt, ob­wohl wir mit den Kin­dern noch in ei­nem Haus woh­nen“, er­klär­te die 38-Jäh­ri­ge.

Da­nach wa­ren Staats­an­walt und Rich­te­rin mit ei­ner Ver­fah­rens­ein­stel­lung ein­ver­stan­den. „Aber die 300 Eu­ro müs­sen ge­zahlt wer­den, und zwar so­fort“, kam es von der Rich­ter­bank. Ver­tei­di­ger und An­ge­klag­te stan­den auf und be­ga­ben sich zur Ge­richts­kas­se. Die 300 Eu­ro wur­den ein­ge­zahlt. Das Ge­richt er­hielt die Be­stä­ti­gung. Mit der Ein­stel­lung ist das Fahr­ver­bot be­sei­tigt.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.