Gut­mensch

Rheinische Post Moenchengladbach - - STIMME DES WESTENS -

Ein Gut­mensch gilt nicht ge­ne­rell als gu­ter Mensch. Laut Du­den ist er ein „nai­ver Mensch, der sich in ei­ner als un­kri­tisch, über­trie­ben, nerv­tö­tend oder ähn­lich emp­fun­de­nen Wei­se im Sin­ne der Po­li­ti­cal Cor­rect­ness ver­hält“. In der Flücht­lings­kri­se wur­den Po­li­ti­ker wie An­gel Mer­kel und Clau­dia Roth, aber vor al­lem Eh­ren­amt­ler als sol­che be­schimpft – als „Bahn­hofs­klat­scher“und Mora­li­sie­rer mit Be­trof­fen­heits­mie­ne. „Gut­mensch“wur­de 2015 gar Un­wort des Jah­res. Ein Gut­wort prak­tisch. Da­bei hiel­ten gera­de die­se Men­schen die Ge­sell­schaft zu­sam­men, fin­det der Köl­ner Kar­di­nal Rai­ner Ma­ria Wo­el­ki. Gut­mensch dür­fe kein Schimpf­wort sein. Um das Wort po­si­tiv zu be­set­zen, star­tet das Erz­bis­tum Köln nun ei­ne Kam­pa­gne. So viel En­ga­ge­ment für En­ga­gier­te, da könn­te man doch sa­gen: Gut, Mensch! jra

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