Ka­len­der­blatt 2. De­zem­ber 1946

Rheinische Post Moenchengladbach - - UNTERHALTUNG -

42 Staa­ten ha­ben am 2. De­zem­ber 1946 das In­ter­na­tio­na­le Über­ein­kom­men zur Re­ge­lung des Wal­fangs un­ter­zeich­net. Da­bei stand am An­fang nicht der Schutz der ge­fähr­de­ten Tie­re im Mit­tel­punkt. Durch die be­schlos­se­nen Fang­quo­ten soll­te nur der bes­te An­satz ge­fun­den wer­den, Wa­le zu fan­gen, nicht je­doch durch Über­ja­gung aus­zu­rot­ten. Erst in den 1980er Jah­ren setz­te sich die Über­zeu­gung durch, dass die Mee­res­säu­ger mehr Schutz be­nö­ti­gen. Der Be­stand war in den Jah­ren zu­vor dras­tisch de­zi­miert wor­den. 1982 be­schloss die In­ter­na­tio­na­le Wal­fang­kom­mis­si­on ein Ver­bot des kom­mer­zi­el­len Wal­fangs, das 1986 in Kraft trat. Trotz des Ver­bots wer­den Wa­le welt­weit noch im­mer ge­jagt. Son­der­ge­neh­mi­gun­gen wer­den aus tra­di­tio­nel­len und wis­sen­schaft­li­chen Grün­den aus­ge­spro­chen. Den ge­rings­ten An­teil ha­ben da­bei die in­di­ge­nen Völ­ker, die noch heu­te vom Wal­fang le­ben. So ist zum Bei­spiel den Inuit aus Grön­land der Fang von Fin­nund Grau­wa­len in ge­wis­sen Gren­zen ge­stat­tet. Deut­lich grö­ße­ren Ein­fluss auf den welt­wei­ten Be­stand ha­ben die drei gro­ßen Wal­fän­ger­staa­ten Ja­pan, Is­land und Nor­we­gen. Nor­we­gen er­kennt das Ver­bot nicht an, eben­so Is­land. Ja­pan nutzt zahl­rei­che Son­der­ge­neh­mi­gun­gen aus wis­sen­schaft­li­chen Grün­den, um trotz des Ver­bots jähr­lich Hun­der­te

Wa­le zu er­le­gen. Bis heu­te gilt das 70 Jah­re al­te Über­ein­kom­men des­halb als we­nig durch­setz­bar.

TEXT: JENI / FO­TO: DPA

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