Deut­sche Bi­ath­le­ten ent­täu­schen am Schieß­stand

Rheinische Post Moenchengladbach - - SPORT -

ÖS­TER­SUND (dpa) So schwach ha­ben die deut­schen Ski­jä­ger schon lan­ge nicht mehr ge­schos­sen. Si­mon Sch­empp leis­te­te sich im tü­cki­schen Wind von Ös­ter­sund gleich sie­ben Feh­ler, Be­ne­dikt Doll kas­sier­te im Bi­ath­lon-Klas­si­ker sechs, Arnd Peif­fer und Erik Les­ser je­weils fünf Straf­mi­nu­ten. Welt­cup-De­bü­tant Ro­man Ress kam beim Sieg des Fran­zo­sen Mar­tin Four­ca­de über die 20 Ki­lo­me­ter mit vier Feh­lern durch. Ei­nen Tag nach dem Sieg von Lau­ra Dahl­mei­er in Ös­ter­sund gin­gen die deut­schen Män­ner im Kampf um die Po­dest­plät­ze leer aus.

Flo­ri­an Graf ver­gab die gro­ße Chan­ce mit dem letz­ten Schuss, nach­dem er bei 19 Ver­su­chen zu­vor ge­trof­fen hat­te. Bes­ter Deut­scher wur­de der Mann aus Ep­pen­schlag den­noch, hat­te als Ach­ter al­ler­dings stol­ze 2:33,6 Mi­nu­ten Rück­stand auf den Fran­zo­sen. „Ich bin na­tür­lich ent­täuscht, aber die Sai­son ist noch lang. Es ist noch nichts ver­lo­ren“, sag­te Sch­empp. Der Uhin­ger blick­te schon vor­aus auf die Wo­che­n­en­dRen­nen: „Da gibt es ei­ne neue Chan­ce. Läu­fe­risch war es okay, dar­auf kann ich auf­bau­en.“Wie sein Kol­le­ge such­te auch Peif­fer nicht nach Aus­re­den: „Auch wenn es nicht ein­fach war am Schieß­stand, bin ich nicht zu­frie­den. Am En­de ge­winnt man mit fünf Feh­lern kei­nen Blu­men­topf.“

Der tü­cki­sche Wind mach­te nicht nur den Deut­schen zu schaf­fen. Auch der fünf­ma­li­ge Ge­samt­welt­cup-Sie­ger Four­ca­de leis­te­te sich zwei Feh­ler, hol­te sich aber den­noch sei­nen 48. Welt­cup­sieg. Auch oh­ne sei­nen zu den Nor­we­gern ge­wech­sel­ten Trai­ner Sieg­fried Ma­zet zeig­te der Olym­pia­sie­ger, dass er wei­ter der Maß­stab sein wird. Er ge­wann mit ei­nem Vor­sprung von 29,5 Se­kun­den auf den Nor­we­ger Jo­han­nes Thing­nes Bø.

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