Eu­ro­pol warnt vor neu­en An­schlä­gen in Deutsch­land

Rheinische Post Moenchengladbach - - VORDERSEITE -

BER­LIN (may-) Be­reits in na­her Zu­kunft dro­hen wei­te­re is­la­mis­ti­sche Ter­ror­at­ta­cken auf Zie­le in We­st­eu­ro­pa. Da­für könn­ten be­reits meh­re­re Dut­zend po­ten­zi­el­le Tä­ter ein­ge­reist sein. Zu die­sem Schluss kom­men die An­ti-Ter­ror-Spe­zia­lis­ten von Eu­ro­pol in ei­ner ak­tu­el­len La­geAna­ly­se. Dem­nach sind be­son­ders Frank­reich und Bel­gi­en im Ziel von Dschi­ha­dis­ten, aber auch Deutsch­land wird aus­drück­lich er­wähnt.

Seit dem An­schlag auf ei­nen rus­si­schen Ur­laubs­jet En­de Ok­to­ber 2015 zei­ge sich die zu­neh­men­de Fä­hig­keit des IS zu kom­ple­xen An­schlä­gen, wie sie dann auch in Pa­ris und Brüssel zu be­ob­ach­ten ge­we­sen sei. Der­zeit ope­rie­re der IS in 18 Staa­ten. Li­by­en dro­he zu ei­nem Sprung­brett des Ter­rors nach West- eu­ro­pa und Nord­afri­ka zu wer­den. Das Zu­rück­drän­gen des IS im Irak und in Sy­ri­en er­hö­he die Wahr­schein­lich­keit, dass Ter­ror­teams oder Rück­keh­rer in den Staa­ten der An­ti-IS-Ko­ali­ti­on zu­schla­gen.

Laut Eu­ro­pol ist Deutsch­land ne­ben Frank­reich und Bel­gi­en in den Fo­kus des IS ge­rückt, seit das Land vie­le sy­ri­sche Flücht­lin­ge auf­ge­nom­men ha­be. Die Neu­an­kömm­lin­ge straf­ten aus Sicht des IS durch ih­re Flucht aus dem Ka­li­fat das Ver­spre­chen ei­ner is­la­mi­schen Uto­pie Lü­gen. Vor die­sem Hin­ter­grund ver­such­ten Ter­ro­ris­ten, die Ein­stel­lung der Ge­sell­schaf­ten ge­gen­über Flücht­lin­gen zu ve­rän­dern. Eu­ro­pol be­fürch­tet, dass IS-Ter­ro­ris­ten in Zu­kunft ver­mehrt auch auf Au­to­bom­ben als Tat­mit­tel set­zen.

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