Ir­gend­wann sind wir al­le dran

Rheinische Post Moenchengladbach - - WIRTSCHAFT - ANDRE­AS GRUHN

Wer in die­sen Ta­gen das Ver­gnü­gen hat, ein Stück­chen Le­bens­zeit im War­te­zim­mer sei­nes Lieb­lings­arz­tes zu ver­brin­gen, hat gro­ßes Glück. Man lernt nicht nur frem­de Men­schen, Bak­te­ri­en und Vi­ren ken­nen, son­dern auch de­ren Ei­gen­hei­ten, mit der ge­ge­be­nen Si­tua­ti­on um­zu­ge­hen. Je län­ger sich der Auf­ent­halt in die­sem Re­fu­gi­um ge­stal­tet, um­so in­ter­es­san­ter wer­den Ge­sprächs­fet­zen. So kom­men­tier­te mein schnup­fen­der Sitz­nach­bar neu­lich nach.. .

. . .13 Mi­nu­ten: „So lang wird’s schon nicht dau­ern.“

. . .47 Mi­nu­ten: „Ich zieh eben ’nen neu­en Park­schein.“

. . .1 St­un­de, 29 Mi­nu­ten: „Ich hol mal Was­ser aus dem Au­to.“

. . .1 St­un­de, 31 Mi­nu­ten: „Wer will auch mal?“

. . .2 St­un­den, 2 Mi­nu­ten: „Seufz... ir­gend­wann sind wir al­le dran.“Nur: Ob er da­bei noch an den Arzt dach­te oder nur noch schick­sals­er­ge­ben an den Schöp­fer?

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