Er­kennt­nis­se ei­nes jun­gen Trai­ners

FC-Coach Mar­cel Win­kens hat als No­vi­ze im Se­nio­ren-Be­reich im ers­ten Teil sei­ner ers­ten Sai­son viel Er­fah­rung ge­sam­melt.

Rheinische Post Moenchengladbach - - SPORT LOKAL - VON KURT THEUERZEIT

FUSSBALL End­lich konn­te sich FCTrai­ner Mar­cel Win­kens wie­der ein­mal über ei­nen Sieg sei­ner Mann­schaft in der Lan­des­li­ga freu­en, da hat­te er auch schon ge­sund­heit­lich ei­nen Rück­schlag hin­zu­neh­men. Er muss­te ei­ne Ma­gen-Darm-Er­kran­kung aus­ku­rie­ren. So hat­te er in­des hin­rei­chend Zeit sich Ge­dan­ken zu ma­chen, er­freu­li­che wie un­an­ge­neh­me.

Da stand na­tür­lich erst ein­mal die Zuf­rie­den­heit nach dem 2:1-Sieg ge­gen Nie­ven­heim im Vor­der­grund. „Das ha­ben die Jungs gut ge­macht, es war si­cher ein Schritt nach vor­ne, durch den wir un­se­rem Mi­ni­mal­ziel von 20 Punk­ten schon nä­her ge­kom­men sind“, stellt er er­freut fest. Mar­cel Win­kens Trai­ner des FC

Zu­dem konn­te er sich be­son­ders über zwei Ak­teu­re freu­en, die zum ers­ten Mal von Be­ginn an auf dem Platz stan­den. Tor­wart Mar­vin Spinn­rath ver­trat den ver­letz­ten Jo­han­nes Kult­scher. „Er hat feh­ler­frei ge­spielt und sei­ne Sa­che sehr gut ge­macht“, be­schei­nig­te Mar­cel Win­kens dem Neu­zu­gang, der aus Wick­rath zum FC kam und bis da­hin in der Kreis­li­ga A ge­spielt hat­te. Aus der FC-Ju­gend kommt Ad­nan Aou­dou, den aber ei­ne Ver­let­zung bis­her meist zum Zu­schau­en ver­ur­teilt hat­te. „Sei­ne bei­den To­re und sein Ein­satz spre­chen für ihn. Wir freu­en uns, dass er wie­der fit ist“, sagt Win­kens. Die bei­den dür­fen wohl da­mit rech­nen, am Sonn­tag in Amern wie­der in der Start­elf zu ste­hen.

Kurz vor dem letz­ten Hin­run­den­spiel in Amern be­schäf­tig­te sich Win­kens aber auch mit sei­nen ers- ten Er­fah­run­gen im Se­nio­ren­be­reich: „In die­ser Li­ga spielt das Fuß­bal­le­ri­sche nicht die wich­tigs­te Rol­le. Ro­bust­heit ist ge­fragt. Das ent­spricht zwar nicht mei­ner Phi­lo­so­phie, aber das muss ich und das müs­sen auch mei­ne Spie­ler ler­nen. Ge­gen Nie­ven­heim ha­ben wir be­wie­sen, dass wir auch ro­bust spie­len und uns durch­set­zen kön­nen.“

Aber die Lei­den des jun­gen Trai­ners, der zum ers­ten Mal im Se­nio- ren­be­reich tä­tig ist, sind da­mit nicht er­schöpft. Er muss zur Kennt­nis neh­men, dass sei­ne Spie­ler von an­de­ren Ver­ei­nen we­gen ei­nes Wech­sels an­ge­spro­chen wer­den, sich aber auch Spie­ler selbst all­zu ger­ne bei an­de­ren Klubs an­bie­ten. „Ich hal­te das für ei­ne Un­sit­te im Ama­teur­be­reich. Da müs­sen völ­lig über­flüs­si­ge Ge­sprä­che ge­führt wer­den. Ei­ne lang­fris­ti­ge Pla­nung wird da­durch er­schwert“, sag­te Win­kens.

Der FC will in die­ser Hin­sicht wohl ei­ne kla­re Li­nie fah­ren. „Wir be­kom­men aus Ko­rea noch zwei Spie­ler hin­zu, die spie­len und Deutsch ler­nen wol­len. Wir las­sen uns nicht un­ter Druck set­zen und wer­den auch da­von Ge­brauch ma­chen, Spie­ler sper­ren zu las­sen“, sagt Mar­cel Win­kens.

Die­se eher leid­vol­len Ge­dan­ken will er aber im Au­gen­blick zu­rück­stel­len, denn die Par­tie in Amern er­for­dert sei­ne Auf­merk­sam­keit: „Wir wer­den in Amern wie am ver­gan­ge­nen Sonn­tag al­les ge­ben müs­sen, um dort zu be­ste­hen. 20 Punk­te könn­ten der Lohn sein, ein at­trak­ti­ves Ziel.“

„Es war si­cher ein Schritt nach vor­ne, durch den wir un­se­rem Mi­ni­mal­ziel mit 20 Punk­ten schon nä­her ge­kom­men sind“

FOTO: DIE­TER WIECH­MANN

En­ga­giert an der Li­nie: Für Mar­cel Win­kens ist es die ers­te Sai­son als Trai­ner im Se­nio­ren­be­reich. Der FC-Coach, der zu­vor das U19-Bun­des­li­ga­team des FC trai­nier­te, hat un­ter an­de­rem fest­ge­stellt, dass in der Lan­des­li­ga Ro­bust­heit ei­ne grö­ße­re Rol­le spielt als das Fuß­bal­le­ri­sche.

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