Mie­ter dür­fen ein Spiel­haus auf­stel­len und so­gar klei­ne Bäu­me pflan­zen.

Rheinische Post Moenchengladbach - - KINDERSEITE - (

tmn) Wer ei­nen Gar­ten mit­mie­tet, darf ihn auch be­nut­zen. So dür­fen dort Mie­ter bei­spiels­wei­se für ih­re Kin­der ein Spiel­haus bau­en. Wäh­rend das Miet­ver­hält­nis läuft, hat der Ver­mie­ter kei­nen An­spruch dar­auf, dass der Mie­ter das Gar­ten­spiel­haus be­sei­tigt. Das gilt ins­be­son­de­re, wenn im Miet­ver­trag kein aus­drück­li­ches Ver­bot ent­hal­ten ist. Denn die Er­rich­tung des Hau­ses ge­hört zum nor­ma­len ver- trags­ge­mä­ßen Ge­brauch. Dar­auf macht der Deut­sche Mie­ter­bund (DMB) auf­merk­sam und ver­weist auf ei­ne Ent­schei­dung des Amts­ge­richts Flens­burg (Az.: 79 C 41/15).

Ein Spiel­haus stellt dem­nach kei­ne un­zu­läs­si­ge bau­li­che Ve­rän­de­rung der Miet­sa­che dar. Mie­ter über­schrei­ten da­mit auch nicht die Gren­zen des ob­jek­tiv Er­träg­li­chen. Es lie­ge nur ei­ne zeit­wei­se Um­ge­stal­tung des Gar­tens vor, die fol- gen­los wie­der be­sei­tigt wer­den kön­ne, spä­tes­tens am En­de des Miet­ver­hält­nis­ses.

Auch sonst räu­men die Ge­rich­te laut DMB den Mie­tern bei der Gar­ten­ge­stal­tung ei­nen groß­zü­gi­gen Spiel­raum ein. Mie­ter dür­fen die Wie­se und Pflan­zen im We­sent­li­chen frei wach­sen las­sen – al­so be­lie­bi­ge Blu­men sä­hen und im glei­chen Um­fang Sträu­cher und klei­ne­re Bäu­me pflan­zen oder so­gar ei­nen klei­nen Teich an­le­gen.

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